Lego Todesstern im Aufbau

Na, da kann man sich die 500 € für die überarbeitete Version des Lego Star Wars Todessterns ja sparen. Einmal den Aufbau so zu sehen reicht auch. Wenn man ehrlich ist, ist es ja auch nur ein weiterer Staubfänger.

Aber Bart van Dijk hat wohl Spaß daran solche Smooth-Stop-Motion-Videos vom Aufbau von Lego-Modellen zu machen, wie sein YouTube-Kanal zeigt.

Star Trek gegen Trump

Eine Vielzahl der Mitglieder der großen Star Trek Familie wie Schauspieler, Produzenten und Angehörige der Familien Roddenberry und Nimoy haben sich in einem Statement gegen die grauenvolle Möglichkeit eines Präsidenten namens Trump ausgesprochen. Sie rufen dazu auf sich für die Wahlen registrieren zu lassen (auch schon an sich ein Unding dieses Prozedere, aber anderes Thema) und nicht für einen Kandidaten zu stimmen, der das komplette Gegenteil all der humanistischen und progressiven Werte ist, für die der
TV-Klassiker und seine Charaktere stand und steht:

Never has there been a presidential candidate who stands in such complete opposition to the ideals of the Star Trek universe as Donald Trump. His election would take this country backward, perhaps disastrously. We need to elect a president who will move this country forward into the kind of future we all dream of: where personal differences are understood and accepted, where science overrules superstition, where people work together instead of against each other.

Der komplette Wortlaut und die Liste der Unterstützer ist auf der Facebook-Seite der Initiative nachzulesen.

(via Good)

Konzeptkünstler interpretieren Star Wars

Das Künstlerportal ArtStation hat in Kooperation mit ILM einen Wettbewerb unter seinen Mitgliedern ausgerufen, Star Wars bezogene Grafiken einzureichen. Dabei sind so viele fantastische (technisch, wie inhaltlich) Beiträge, weit über die Erstplatzierten hinaus angefallen, da hat man schon einiges Überraschendes durchzuschauen.

Bye, Jabba (C) by Adam Vehige

Bye, Jabba (C) by Adam Vehige

(via kotaku)

Star Trek – Das erste halbe Jahrhundert

Heute vor 50 Jahren, am 08. September 1966, wurde die erste Folge von Star Trek in den USA ausgestrahlt. In unruhigen Zeiten des kalten Krieges und des Vietnamkrieges, sowie generell großer gesellschaftlicher Umbrüche erschien diese Serie auf den Bildschirmen, die den Menschen von einer Welt im 22. Jahrhundert erzählte, in der die Völker der Erde in Eintracht mit etlichen anderen außerirdischen Zivilisationen zu den Sternen aufbrachen, um Neues zu entdecken und in der es gewagt wurde, den ersten Kuss zwischen Schwarz und Weiß ins TV zu bringen. Natürlich gab es auch hier immer wieder Konflikte, besonders mit den Klingonen, die symbolisch für die Sowjets standen und diese Auseinandersetzungen waren oft kämpferischer Art aber eben nicht immer.

Mein erster echter Kontakt mit Star Trek muss um 1988 gewesen sein und ich war ca. 11 Jahre alt. Mein Einstieg war aber nicht die Originalserie, sondern der Nachfolger „The Next Generation“, wobei der deutsche Titel „Das nächste Jahrhundert“ zwar korrekt aber irgendwie plump war. Zu dieser Zeit, liebe Kinder, musste man, wenn man eine aktuelle Serie außerhalb des Fernsehprogramms sehen wollte, noch das Haus verlassen und einen Ort namens Videothek aufsuchen, der immer etwas nach staubigen Büroteppich und kaltem Kaffee roch, um dort nummerierte Plastikschlüssel-Anhänger von Regalen voller bunter Plastikhüllen zu nehmen, um sie einem mehr oder weniger motiviertem Mitarbeiter an der Theke im Austausch gegen buchgroße Plastikkassetten mit Magnetbändern drin zu übergeben.

So kam ich in den Genuss die ersten Folgen dieser neuen Serie zu sehen und war angefixt für den Rest meines Lebens. Auch wenn sich TNG erst etwas lahmarschig entwickelte wurde es spätestens ab der dritten Staffel die Serie, an der sich andere SF-Serien (auch aus dem selben Universum) lange messen lassen mussten. Für mich waren nicht nur die Geschichten interessant, sondern auch meine ästhetische Prägung, was Interior- und Grafikdesign anging wurde nachhaltig von den Star Trek Serien beeinflusst.

Anlässlich dieses Jubiläums habe ich hier ein paar Links zusammengestellt, die in letzter Zeit durch meine Feed-Timeline kamen. Weiterlesen

Stranger Things – Die zielgruppenoptimierte Serie und die Kunst die richtigen Requisiten zu finden

Als Netflixnutzer habe ich natürlich die erste Staffel von ‚Stranger Things‘ schon gesehen und muss sagen, dass mir das Konzept schon gefallen hat. Ich bin skeptisch, ob die nächste, bereits angekündigte Staffel die Qualität halten kann. Für meinen Geschmack hätte man es auch dabei belassen können.

Die Serie ist auf jeden Fall ein bemerkenswertes visuelles Zitatengewitter und bedient sich enorm vieler Elemente aus Filmen um 1980 herum. Ulysse Thevenon hat sich in dem unten stehenden Video mal die Mühe gemacht, entsprechende Referenzen der Serie den Originalen gegenüber zu stellen.

References to 70-80’s movies in Stranger Things from Ulysse Thevenon on Vimeo.

Wie gesagt hat mir die Serie sehr gut gefallen, da ich auch den Filmen und Serien dieser Epoche einiges abgewinnen kann, nur habe ich einen schalen Beigeschmack bei der Sache, wenn auch nur einen minimalen. Und zwar:

Netflix nutzt das Sehverhalten seiner Abonnenten, um sein Programm den Kunden anzupassen.

2014 schrieb Martin Baumann in seinem Artikel ‚Big Data bei Netflix – diese Vorteile erhalten Zuschauer‚, wie der Streaming-Anbieter dabei vorgeht:

So zeichnet Netflix nicht nur auf, wann welcher Titel auf welchem Endgerät gestreamt wurde, sondern zum Beispiel auch, wann pausiert, vorgespult oder abgebrochen wurde. Außerdem weiß Netflix durch das Suchverhalten ihrer Kunden, welche Schauspieler, Genre etc. besonders beliebt sind.

Ein größerer Teil der Netflix-Kunden werden wohl auch Männer um die Vierzig sein, so wie ich, die in den 80ern medial sozialisert wurden. Ich liebe ‚Poltergeist‘, ‚Alien‘ und ‚Carrie‘ habe ich wahrscheinlich auch früher gesehen, als es die FSK wünschen würde. Zumindest in Westdeutschland sind wir nur getrennt durch eine leicht konvexe Glasscheibe mit amerikanischen Vorstadtkindern aufgewachsen. Und die Zielgruppe in den USA für ‚Stranger Things‘ dürfte noch um einiges größer sein. Natürlich hat das Netflix auch gesehen und eine Serie erschaffen, die zwar neben einer unbestrittenen inhaltlichen Eigenständigkeit extrem dick eingepackt ist in einen Fanservice-Overload. Teilweise, wie man im oben verlinkten Video sehen kann, sind es ja schon 1:1 Übernahmen von Settings, Kameraeinstellungen und Ausleuchtung, so dass man bei dieser Serie schon fast von einem Remix sprechen könnte.

Ich kann das akzeptieren, als eine Art „proof of concept“, dass man eine erfolgreiche Serie machen kann, in dem man gezielt die Wünsche und Sehgewohnheiten einer Zielgruppe triggert. Nur kann das, wenn es gut funktioniert, dazu führen, dass in Zukunft verstärkt bei der Produktion von Serien darauf geachtet wird bestimmte Elemente aufzunehmen, um eine Zielgruppe zu bedienen. Das könnte Film- und Serienproduktionen hervorbringen, die so perfekt zugeschnitten, wie auch vorhersagbar sind. Und die Menschen der jeweiligen Zielgruppen halten sich nun mal gerne an altbekanntes und werden das Angebot dankbar annehmen.

Zugegeben, Netflix kann auch anders. Serien wie z.B. ‚Better Call Saul‘, oder ‚Bojack Horseman‘ zeigen, wie viel Innovationskraft bzw. auch ein Händchen für zugekaufte Serien bei diesem Anbieter vorhanden sind und man Formate zu sehen bekommt, mit denen man nicht gerechnet hätte. In ‚Stranger Things‘ sehe ich zum ersten Mal jedoch diesen Testballon, eine Serie aus den Big-Data-Analysen zu kreieren, um zu sehen, ob es funktioniert. Dafür hat man hier aber auch nichts dem Zufall überlassen. In den Kommentaren zu dem obigen Video antwortet jemand auf die Frage, ob man noch mehr Referenzen gefunden hat:

You missed my favorite one. Watch Episode 7. They duplicate the kitchen almost exactly from Poltergeist. The shot composition is identical to the shot where Diane Freeling goes into the kitchen and comes back to find the chairs stacked. Even the chairs around the table are exactly the same, both the style and the number of chairs. Jumped out at me immediately!

Was mich zu der wirklich gelungenen Ausstattung führt. Menschen bei Film und Fernsehen, die sich anständig um die Requisite kümmern haben sowieso meine vollste Bewunderung. Den Sets einer Serie die Anmutung der Authentizität zu geben, besonders, wenn in einer anderen Ära befindlich, ist bestimmt kein leichtes Unterfangen. Daher möchte ich noch auf den Wired Artikel ‚The Stories Behind Stranger Things’ Retro ’80s Props‚ verweisen, in dem die Arbeit von Lynda Reiss, der verantwortlichen Prop Master…in(?), Mistress(?)… der Requisitenverantwortlichen beleuchtet wird und wie sie auch bei den eher nebensächlichen Objekten auf Authentizität achtete.

Nachtrag

Auch sehr lesenswert ist Sarah Gless‘ Artikel ‚The Typograpy of ‚Stranger Things“ über die Schriftauswahl für den Vorspann, ebenfalls fest verwurzelt im Stil der 80er.

„2001“ mit Picasso-Filter

Bhautik Joshi hat Filmszenen aus „2001 – A Space Odyssey“ durch einen auf Picassos kubistische Kunst trainierten Deep Learning Algorithmus gefiltert und das sieht echt hübsch aus.

2001: A Picasso Odyssey from Bhautik Joshi on Vimeo.

(via The Verge)

Sunspring – Ein SF-Kurzfilm geschrieben von einer künstlichen Intelligenz

Interessantes Experiment, bei dem eine KI namens Benjamin durch Verarbeitung etlicher Science-Fiction-Serien und Filmen eigenständig ein Drehbuch für einen SF-Kurzfilm kreiert hat.

Das Script wurde dann von Regisseur Oscar Sharp und seiner Crew realisiert. Als ein bekanntes Gesicht konnte Thomas Middleditch (Silicon Valley) für die Umsetzung gewonnen werden.

Zugegebenermaßen sind die Dialoge ähnlich kryptisch, wie wenn man per WhatsApp etwas schreibt, in dem man immer den mittleren Wortvorschlag nimmt. Das kommt auch nicht von ungefähr, da die Algorithmen die diesem (natürlich weit verbesserten) System zugrunde liegen auch ähnlicher Herkunft sind.

(via Singularity Hub)

Hyper-Reality – Ein Blick in eine mögliche Zukunft

Keiichi Matsuda hat mit seinem Kickstarter-finanzierten Kurzfilm „Hyper-Reality“ einen Blick in die Zukunft gewagt, in der die Teilnahme an digitalen Netzwerken und ständige Berieselung durch Augmented-Reality-Systeme nicht nur alltäglich sondern existentiell notwendig sind und so den Menschen in eine nicht enden wollende Ablenkungs- und Effizienz-Sklaverei zwängen, die sich als zuckerbunte und anfällige Gamificationhölle entpuppt.

Kickstarter – Hyper-Reality: A New Vision of the Future from Keiichi Matsuda on Vimeo.

In diesem kurzen Film stecken zudem mehr interessante Ideen und Ansätze, als in so manchen abendfüllenden zeitgenössischen Science-Fiction Produktionen.

Den nerdigsten Aprilscherz des Tages…

… hat sich ThinkGeek geleistet. Heute gab es dort angeblich ein Gerät zu kaufen, welches jedem schlaflosen Star Trek Fan (was zufälligerweise gerade auf mich auch zutrifft) das Herz höher schlagen lässt. Das ganze ist eine Art Raumschiff-Geräusche-Simulator mit Projektor, der einen Warpflug an die Schlafzimmerdecke projiziert, der den müden Trekkie in den Schlaf wiegen soll. Das Ganze natürlich mit einer schicken LCARS-Benutzeroberfläche. Die Idee ist so bestechend, dass schon Rufe laut werden, dass dieses Gadget unbedingt realisiert werden muss.

(via engadgetDE)