Fuck Christmas – Eric Idle

Der höchst verehrte Eric Idle hat auch zu Weihnachten was zu sagen.

Ich wünsch euch was! Kommt gut durch diese Feiertage.

Think before you share – Fakten checken für eine entspannte Adventszeit

Einmal mehr treten wir nun in eine weihnachtliche Jahresendphase ein, in einem immer extremer werdenden postfaktischen Umfeld. Daher auch dieses Jahr die Bitte, wie ich sie bereits vor über drei Jahren in meinem Artikel „Aus Rücksicht auf Muslime?“ artikuliert habe, nicht jeden Scheiß, der auf Facebook oder sonstwo gepostet wird, zu glauben. Hierzu gibt es auch noch einmal eine kleine bebilderte Anleitung zur korrekten Vorgehensweise.

(via Mimikama)

Kurzfilm – Die Schule der Wahrheit

Wenn man auf Facebook auf den falschen Seiten landet, bzw. die falschen Freunde hat, oder einfach mal die Kommentare unter mehr oder weniger kontroversen Beiträgen zum Zeitgeschehen liest, könnt man davon ausgehen, dass diese Leute auch die „Schule der Wahrheit“ besucht haben. Dieser Film von Michael Klarfeld ist eine amüsante Zusammenfassung aller Klischees von Flugscheiben-Reichsdeppen-Fuzzies bis hin zu Wünschelruten-Esoterik-Spinnerei, zusammengepackt in eine zum Glück (noch) fiktive Schulform (wenn man mal von der Waldorfschule absieht).

(via 1337core)

Ein Weihnachtslied für Atheisten

Für alle, deren Leben an Vernunft und nicht an bronzezeitliche Religionen gebunden ist und die trotzdem (oder deswegen) Humor haben.

Und hier die Lyrics zum Verstehen und Mitsingen:

Life itself is magical
Without lies about Santa Claus
Gift giving can be so fun
Without becoming buying drones
Stories about virgin birth
Stories taken word for word
From books that have been translated
Too many times to count
Are just stories to me, so…

Please don’t wish me a Merry Christmas (ho, ho, ho)
Please just skip to a Happy New Year (fa-la-la)
Please don’t wish me a Merry Christmas (ho, ho, ho)
Though I hope yours is filled of love and cheer.

Yes, I am an atheist
And you can call me a scrooge
Cuz I’m a fan of reason
And don’t partake in
Religious celebrations
But I do like to have fun
And I’m up for friendly hugs
Just please respect this one request from me…

Please don’t wish me a Merry Christmas (ho, ho, ho)
Please just skip to a Happy New Year (fa-la-la)
Please don’t wish me a Merry Christmas (ho, ho, ho)
Though I hope yours is filled of love and cheer.

I’ll drink down some vegan nog
Without the egg but extra rum
I’ll have a green and red cookie
Because I love eating sweets
A sled ride sounds exciting
And let’s build a snow person
Together we can have some secular fun if you…

Please don’t wish me a Merry Christmas (ho, ho, ho)
Please just skip to a Happy New Year (fa-la-la)
Please don’t wish me a Merry Christmas (ho, ho, ho)
Though I hope yours is filled of love and cheer.

To those who don’t believe
To those who are unsure
Please know you’re not alone
No, you aren’t
Just cuz we don’t congregate
Or have our own holiday
Doesn’t mean we can’t have fun
While bein’ true to ourselves.

Please don’t wish us a Merry Christmas (ho, ho, ho)
Please just skip to a Happy New Year (fa-la-la)
Please don’t wish us a Merry Christmas (ho, ho, ho)
Though I hope yours is filled of love and cheer.

Mutige Frauen

Jennifer Aniston spielt in ihrem neuen Film ‚Cake‘ angeblich ohne Make-Up. Das gilt in den USA anscheinend als mutig. Wie schön für sie, man spricht bereits vom Oscar.

Wirklich mutig ist wohl eher diese junge Frau aus dem Iran, die sich traut in der U-Bahn von Teheran zu tanzen, obwohl es dort strengstens verboten ist und jeder, der sich dem Gesetz der sog. Sittenwächter entgegenstellt schon mal im Gefängnis landen kann. Chapeau, Madame!

(via Dazed)

Monty Python auf britischen Beerdigungen auf Platz 1

monty-python-alotbsol

Der Independent berichtet, dass laut einer Studie Monty Pythons ‚Always Look On The Bright Side Of Life‘ das am meisten gespielte Lied auf Beerdigungen auf der Insel ist. Dafür wurde die Musikauswahl von 30.000 Beerdigungen ausgewertet und eine Top Ten der beliebtesten Lieder zusammengestellt. Wer Eric Idles Klassiker als absurd für einen solchen Anlass ansieht (also ich nicht), sollte sich mal Platz 4 und Platz 10 anhören, da es sich hier um die Titelmelodien von BBC Sportsendungen handelt! Die spinnen die Briten.

Aber immerhin haben sie nicht so einen weinerlichen Jammerlappen wie den Typen von Unheilig in der Liste, von dem ich eigentlich dachte, dass er den Beerdigungspop erfunden hätte.

(via A.V. Club)

Über eine Petition die verlangt Homöopathie als ‚Süßwaren‘ zu deklarieren und über das Arzneimittelrecht

Titelgrafik der Petition

Titelgrafik der Petition

Ich hatte schon angesetzt für meine Vertretungszeit hier einen echauffierten Beitrag über diese hirnlosen Petitionen (a la „Monsanto will mit Chemtrails die Welt vergiften, damit nur noch deren Saatgut wächst„) zu schreiben, die Anfang des Jahres bei Facebook von ansonsten recht intelligenten Menschen wild herumgeteilt wurden. Aber wen kümmert schon der Quatsch vom Februar, richtig?

Diese aktuell laufende Petition mag nicht ganz ernst gemeint sein, aber faktisch ist sie dennoch korrekt und es wird argumentiert, dass Homöopathische ‚Globuli‘ wegen des Gehaltes an Zucker (oder Xylit) und des Nichtvorhandenseins medizinisch aktiver Wirkstoffe ins Süßwarenregal gehören, wo die Nährwerte (kcal zum Beispiel) angegeben werden müssen. Es wird auf die Gefahren von Karies und Adipositas hingewiesen.

Was zunächst albern und ein bisschen polemisch wirken mag, weist indirekt aber auf Probleme im Arzneimittelgesetz hin:

Dort ist die Homöopathie immer noch ausdrücklich als Arzneimittel erwähnt.  Die Apothekenpflicht ergibt sich aber lediglich aus der Tatsache, dass Mittel, die nicht zur Registrierung als Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel eingereicht werden, automatisch der Apothekenpflicht unterliegen. Den Herstellern kommt dies entgegen, denn die Apothekenpflicht legitimiert in der Wahrnehmung des Konsumenten den Status von homöopathischen Mitteln als ‚Medizin‘. Außerdem kann man seine Produkte deutlich teurer verkaufen, als dies unter der Einordnung als Lebensmittel durchsetzbar wäre.

Zusätzlich zur vermeintlichen Legitimierung der Homöopathika trägt leider die EU-Richtlinie 2001/83/EG bei. Darin wurde ein EU-weites Verfahren zur einer vereinfachten Genehmigung von homöopathischen Mitteln festgelegt. Ich vermute mal, das dieses zur Entlastung der entsprechenden Stellen gedacht ist, die ja mit der Genehmigung von tatsächlichen Arzneimitteln genug zu tun haben dürften, denn die Begründung der EU-Richtlinie muss man sich auf der Zunge zergehen lassen (Hervorhebungen von mir):

Angesichts der Besonderheiten der homöopathischen Arzneimittel, wie etwa ihrer sehr geringen Wirkstoffkonzentration, und der Schwierigkeit der Anwendung der herkömmlichen statistischen Methoden bei klinischen Versuchen erscheint es wünschenswert, ein besonderes vereinfachtes Registrierungsverfahren für solche homöopathischen Arzneimittel vorzusehen, die ohne therapeutische Indikation und in einer Zubereitungsform und einer Dosierung, die kein Risiko für den Patienten darstellen, in Verkehr gebracht werden.

Ich frage mich, wieso es schwierig sein soll, die Wirkung eines Mittels objektiv zu untersuchen und in Zahlen zu erfassen (was ja auch reichlich geschehen ist), aber gut. Die zweite Hervorhebung ist sowieso der Knackpunkt: „…ohne therapeutische Indikation“ bedeutet im Medizinerdeutsch einfach Folgendes: Es hat keine Wirkung! Bzw. der Hersteller gibt keine medizinische Wirkung an. Und das ist eine Voraussetzung für die Zulassung zu diesem vereinfachten Verfahren. Die meisten homöopathischen Fertigprodukte die in Deutschland verkauft werden sind nach diesem Verfahren registriert. Go figure.

Der Gesetzgeber will den Kram also offenbar ohne viel Aufwand durchwinken, solange die Dosierung (es werden immerhin auch Stoffe wie Quecksilber, Tollkirsche und Salzsäure in der Homöopathie verwendet) nicht gefährlich ist.

Aber warum geht man dann nicht den Schritt, das Zeug zu verbieten?

1) Es ist ja nicht gefährlich (wobei es im Arzneimittelgesetz eigentlich eine Klausel gibt, nach der Mittel, welche nicht die versprochene Wirkung haben, nicht verkauft werden dürfen, aaaaber: Wer sein Mittel nach der o.g. Richtlinie registriert, hat folgende Pflichtangabe auf der Packung zu machen: „Registriertes homöopathisches Arzneimittel, daher ohne Angabe einer therapeutischen Indikation“; Und wer will schon beweisen, das der Homöopath eindeutig gesagt hat „Nehmen Sie diese Globuli ein und X wird definitiv besser.“)

2) „Wo kein Kläger…“ es gibt nur eine kleine Anti-Homöopathie-Lobby. Aber eine große Pharmalobby. Ja, dazu gehören natürlich auch die größeren Hersteller von Homöopathika.

3) Die Krankenkassen haben ebenfalls keinen Grund gegen Homöopathika vorzugehen. Wenn der Patient meint, er braucht etwas gegen sein Leiden, dann wird er sowieso etwas vom Arzt verschrieben bekommen. Sparen kann man hier also wohl kaum etwas. Aaaaber: Die Übernahme von Kosten für ‚alternative Medizin‘ ist eine von wenigen  Möglichkeiten für die Kassen jüngere Menschen zum Krankenkassenwechsel zu bewegen.

Eine Änderung der Situation ist also nicht zu erwarten und ich komme zum selben Schluss, wie bei meinem Text zu den o.g. Monsanto-Verschwörungs-Petitionen:

Die Selbstverantwortung des Einzelnen ist wie so oft gefragt. Man muss sich informieren, den gesunden Menschenverstand einsetzen und einfach bewusst mit solchen Themen umgehen und als vernunftbegabtes Wesen Dinge und Behauptungen kritisch hinterfragen. Vor allem wenn es um die Gesundheit – und womöglich noch die Gesundheit anderer (z.B. Kinder) – geht.

(via Niggemeiers reddit AMA)

Star Trek-Fanprojekt ‚Axanar‘ mit großem Erfolg Crowd-finanziert

Die "Axanar"-Website

Die „Axanar“-Website

Falls gerade jemand denkt: „Och nö, nicht schon wieder ein Star Trek-Fanfilm, ‚Star Trek into Darkness‘ hat mir gereicht“ – dieses Projekt hat durchaus Potential:

Der Trek-Spielfilm ‚Axanar‚ wird von einer Hollywood-erprobten Crew und mit anständigen Darstellern (unter anderem Richard Hatch, Tony Todd und Gary Graham, der hier seine Rolle des Soval aus ‚Enterprise‘ wieder aufnimmt) umgesetzt. Darunter auch Kulissenbauer die bei den JJ Abrams-Treks involviert waren und Oscar-Preisträgern für Sounddesign und Make-Up. Die Produktion hat sich mit dem Rechteinhaber an der Marke Star Trek, dem US-Sender CBS koordiniert. Das Projekt wurde am 25. August erfolgreich bei Kickstarter finanziert, 100.000 $ waren das Ziel und man nahm etwas über 638.000 $ ein.

Das Projekt ist aus zwei Gründen interessant:

Zuerst einmal ist die Crowdfunding-Kampagne von der Produktion vorbildlich organisiert worden und sollte jedem der Ähnliches vor hat als Orientierung dienen: Informationen für die Finanzierer wie Budgets, Designpläne und ein Podcast zum Schnitt wurden veröffentlicht, man hat die Darsteller auf Conventions vorgestellt. Wer hier Geld gibt, weiß genau wofür und an wen. So muss das sein.

Kulissenentwurf

Kulissenentwurf für ‚Axanar‘

Außerdem kann man jetzt schon einen 21-minütigen Kurzfilm namens ‚Prelude to Axanar‚ (ebenfalls per Kickstarter finanziert) anschauen, der die Vorgeschichte der Story von ‚Axanar‘ präsentiert und mit den Darstellern des späteren Spielfilms besetzt ist. Für Englisch-Muffel dann auch noch mit Untertiteln in sechs anderen Sprachen, unter anderem Deutsch:

(via Kickstarter)

Zur Lage Israels / Palästinas

Glaubt bloß nicht, ich würde viel dazu schreiben. Da es sich ja um einen Blog handelt, das sich hauptsächlich den Themen Kunst, Kultur und (Grafik-)Design widmet, finde ich das unten eingefügte Video angemessen, um die Situation in Nahost zu beschreiben.

Ich will damit nur den ganzen Meldungen in meiner facebook-Timeline etwas entgegensetzen, die zunehmend auf Propaganda basieren. Nicht, dass ich etwas gegen eine Kritik an der politischen Führung Israels hätte, welche durchaus berechtigt ist. Dummerweise schlägt sowas ja gerne in Antisemitismus um und das ist extrem verallgemeinernd und albern.

This Land Is Mine from Nina Paley on Vimeo.

(via Blogrebellen)

Werden religiöse Rituale durch Parasiten beeinflusst?

Interessanter Forschungsansatz, bei dem davon ausgegangen wird, dass bestimmte religiöse Rituale durch Darm- bzw. Hirnparasiten hervorgerufen werden, um das Überleben dieser Parasiten zu gewährleisten, z.B. durch das Küssen von Reliquien oder durch Kontakt mit entsprechend kontaminiertem Wasser (Weihwasser, Bad im Ganges, etc.). Bisher eine Hypothese, die unter dem oben angeführten Link unter Fachleuten auch angeregt diskutiert wird, da es extrem schwierig sein würde eine verlässliche Studie dazu durchzuführen.

Allzu weit hergeholt ist die Idee auf jeden Fall nicht, denn es sind durchaus Fälle in der Natur bekannt, bei der Parasiten ihren Wirt zu Handlungen zwingen, die ihr eigenen Fortbestand begünstigen. Wie zum Beispiel Ophiocordyceps unilateralis, ein Pilz, der Ameisen dazu bringt sich unter einem Blatt festzubeißen, damit der Pilz seine Sporen unter Idealbedingungen verbreiten kann.

(via reddit)