Star Trek – Das erste halbe Jahrhundert

Heute vor 50 Jahren, am 08. September 1966, wurde die erste Folge von Star Trek in den USA ausgestrahlt. In unruhigen Zeiten des kalten Krieges und des Vietnamkrieges, sowie generell großer gesellschaftlicher Umbrüche erschien diese Serie auf den Bildschirmen, die den Menschen von einer Welt im 22. Jahrhundert erzählte, in der die Völker der Erde in Eintracht mit etlichen anderen außerirdischen Zivilisationen zu den Sternen aufbrachen, um Neues zu entdecken und in der es gewagt wurde, den ersten Kuss zwischen Schwarz und Weiß ins TV zu bringen. Natürlich gab es auch hier immer wieder Konflikte, besonders mit den Klingonen, die symbolisch für die Sowjets standen und diese Auseinandersetzungen waren oft kämpferischer Art aber eben nicht immer.

Mein erster echter Kontakt mit Star Trek muss um 1988 gewesen sein und ich war ca. 11 Jahre alt. Mein Einstieg war aber nicht die Originalserie, sondern der Nachfolger „The Next Generation“, wobei der deutsche Titel „Das nächste Jahrhundert“ zwar korrekt aber irgendwie plump war. Zu dieser Zeit, liebe Kinder, musste man, wenn man eine aktuelle Serie außerhalb des Fernsehprogramms sehen wollte, noch das Haus verlassen und einen Ort namens Videothek aufsuchen, der immer etwas nach staubigen Büroteppich und kaltem Kaffee roch, um dort nummerierte Plastikschlüssel-Anhänger von Regalen voller bunter Plastikhüllen zu nehmen, um sie einem mehr oder weniger motiviertem Mitarbeiter an der Theke im Austausch gegen buchgroße Plastikkassetten mit Magnetbändern drin zu übergeben.

So kam ich in den Genuss die ersten Folgen dieser neuen Serie zu sehen und war angefixt für den Rest meines Lebens. Auch wenn sich TNG erst etwas lahmarschig entwickelte wurde es spätestens ab der dritten Staffel die Serie, an der sich andere SF-Serien (auch aus dem selben Universum) lange messen lassen mussten. Für mich waren nicht nur die Geschichten interessant, sondern auch meine ästhetische Prägung, was Interior- und Grafikdesign anging wurde nachhaltig von den Star Trek Serien beeinflusst.

Anlässlich dieses Jubiläums habe ich hier ein paar Links zusammengestellt, die in letzter Zeit durch meine Feed-Timeline kamen. Weiterlesen

Die Voyager-Mission in einem Kurzfilm

Santiago Menghini hat mit „Voyagers“ einen sehr schönen Kurzfilm zum Voyager-Forschungsprogramm der NASA gemacht. Der Film, der sich hauptsächlich aus original Bild- und Tonmaterial der beiden Sonden zusammensetzt, wurde angereichert mit Animationen und Aufnahmen aus den NASA-Archiven. Für jeden, der sich für Weltraumforschung interessiert, ist dieser 15-Minuten-Film sehr lohnenswert.

Mit dem Material arbeitet Menghini den bisherigen Verlauf der Mission angefangen vom Start im Jahr 1977 auf, als die beiden Sonden aufbrachen die äußeren Planeten zu erkunden, um dann um 2012 unser Sonnensystem zu verlassen und, bestückt mit Botschaften der Menschheit auf vergoldeten Platten, ihre Reise in die Unendlichkeit anzutreten, in der Hoffnung irgendwann mal auf jemanden da draußen zu treffen. Mit ein bisschen Pech sind es die Klingonen.

Voyagers from Santiago Menghini on Vimeo.

2001 – Behind-the-Scenes-Kurzdoku

Ein schöne Kurzdoku, die zur Zeit der Produktion von „2001 – Odysee im Weltraum“ entstanden ist und unter anderem einen Einblick in die Arbeit der Set-Designer und Requisiteure des Films ermöglicht.

Rare 1960s 2001 promotional documentary from Retro ROCKET on Vimeo.

(via Dangerous Minds)

Virtuelle Tour auf der Enterprise D – Update

Unglaubliche Leistung von JasonB oder auch decimusoctavius auf reddit, der zur Zeit dabei ist ein virtuelles Modell der Enterprise D mit der Unreal Engine (Oculus Rift kompatibel(!)) zu realisieren. Als Vorlage benutzt er offenbar die original Konstruktionszeichnungen und fügt mit viel Liebe zum Detail die passenden Texturen und Ausstattung hinzu. So wie hier hat man das Flaggschiff der Föderation in sieben Staffeln der Serie nie zu sehen bekommen (inkl. Toiletten (und den drei Muscheln!)). Was noch fehlt wäre interaktives Personal, aber für den Anfang schon mal umwerfend. Nehmt euch die 12 Minuten Zeit für das Video und bekommt zum ersten Mal ein Gefühl für die Größe dieses Schiffs. Auf seiner Projektseite kann man den Fortschritt der Konstruktion verfolgen. Bisher ist das Ganze wohl ein Ein-Mann-Hobbyprojekt und noch ist nicht klar, ob es dazu ein Crowdfunding geben und ob eine offizielle Veröffentlichung durch CBS genehmigt wird. Bleibt zu hoffen, dass genug Unterstützung für dieses Mammutprojekt aus der Fanbase zusammenkommt.

UPDATE
CBS hat ihre Kulturverhinderer (sprich Anwälte) dazu gebracht, das Video aus YouTube zu nehmen, aber hier kann man sich das Video wenigstens noch runterladen.

(via io9)

Ein Einblick in den NASA-Styleguide

Auf flickr gibt es ein Album, dass das Nasa Graphics Standards Manual vorstellt. In diesem Ringbuchordner ist alles festgehalten, was gestalterisch für die äußere und interne Kommunikation wichtig ist. Von den ganz offensichtlichen Sachen, wie die Darstellung der Wortmarke, den richtigen Farben und Schriftarten bis hin zur Anlage von Memozetteln und Vorgaben für die Gestaltung von öffentlichen Publikationen (Cover, Gestaltungsraster/Satzspiegel etc.) und auch die richtige Anlage von Schildern und Leitsystemen im Außenbereich, wurde so ziemlich an alles gedacht.

Ich hab hier mal die Präsentation mit eingebettet, aber unter dem Link oben, kann man sich die Bilder noch einmal genauer anschauen.

NASA Graphics Standards Manual

(via Brand New)

Satellit macht Fotos vom Mondtransit vor der Erde

Das müsste das erste Mal sein, dass man dank eines Satelliten die Rückseite des Mondes sehen kann und dazu noch vor der Erde vorbeiziehend, im hellen Licht der Sonne.

Ermöglicht wurden diese Aufnahmen am 16. Juli vom DSCOVR (Deep Space Climate Observatory) Satelliten, welcher 1,5 Millionen Kilometer entfernt sein Auge, bzw. seine EPIC-Linse, auf uns richtet. Eigentlich wird diese genutzt, um im Auftrag der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) Echtzeit-Überwachungen von Sonnenwinden durchzuführen

Auf jeden Fall sieht die Rückseite des Mondes erstaunlich unspektakulär aus, verglichen mit den Landschaften, die wir auf der anderen Seite immer zu sehen bekommen.

(via heise/NASA)

Raumschiffgeschwindigkeiten im Vergleich (real und fiktional)

Ist zwar auch schon ein paar Tage im Netz unterwegs, aber aufgrund meiner Vorliebe für illustrativ umgesetzte Infografiken mit Nerdbezug, packe ich das auch noch mal bei mir rein. Die Grafik ist unterteilt nach Raumschiffen mit Maximalgeschwindigkeiten unterhalb der Lichtgeschwindigkeit (angegeben in G) und denen mit Überlichtgeschwindigkeiten (angegeben in C).

The Fastest Ship in the Universe : How Sci-Fi Ships Stack Up
The Fastest Ship in the Universe : How Sci-Fi Ships Stack Up Created by: FatWallet.com

(via Nerdist)

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