Kurzfilm – Die Schule der Wahrheit

Wenn man auf Facebook auf den falschen Seiten landet, bzw. die falschen Freunde hat, oder einfach mal die Kommentare unter mehr oder weniger kontroversen Beiträgen zum Zeitgeschehen liest, könnt man davon ausgehen, dass diese Leute auch die „Schule der Wahrheit“ besucht haben. Dieser Film von Michael Klarfeld ist eine amüsante Zusammenfassung aller Klischees von Flugscheiben-Reichsdeppen-Fuzzies bis hin zu Wünschelruten-Esoterik-Spinnerei, zusammengepackt in eine zum Glück (noch) fiktive Schulform (wenn man mal von der Waldorfschule absieht).

(via 1337core)

Linktipps KW 53/15

Eine Kalenderwoche 53 hat man auch nicht so oft, laut Wikipedia nur, wenn das Jahr mit einem Donnerstag anfängt oder endet. Wieder was gelernt.

Ich dachte mir, nachdem ich das mit den wöchentlichen Linktipps, wie bereits im letzten Artikel erwähnt, etwas habe schleifen lassen, wäre diese besondere Woche am Ende des Jahres eine gute Möglichkeit den Schnitt noch was zu verbessern.

Design

Die Möbel und Accessoires von Jake Phipps sind schon speziell. Bekannt waren mir bisher nur seine „Jeeves & Wooster“-Lampen, aber die STELLAR-Serie mit den Spiegelpolygon-Applikationen finde ich schon äußerst abgefahren. Seine Möbel lassen sich gut mit den Royal-Stücken von Boca do Lobo kombinieren.

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STELLAR Console by Jake Phipps


Ein Beispiel für computergeneriertes Design ist die „Qrash lamp“-Deckenlampe, welche aus einem Standbild einer Simulation eines auseinanderfallenden Würfels kreiert wurde.

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Qrash Lamp by Jaeeun Shin, Seohyeong Kim and Taimin Ahn

(via Yanko Design) Weiterlesen

Verbannt das TRUMPeltier aus euren Feeds

Der aus unfassbaren Gründen wirklich in unserer Zeitlinie als möglicher republikanischer Präsidentschafts-Kandidat gehandelte Rassist/Faschist/Generic Bully Donald Trump hat sich die letzten Wochen ja nicht gerade unter Kontrolle und alle Kanäle sind voll davon.

Es gibt ja aber gerade in den weiten des Netzes durchaus Möglichkeiten den Dummbeutel-Dauerbeschuss zu minimieren oder wenigstens abzuwandeln. So zum Beispiel eine neue Chrome-Extension, welche den Namen „Trump“ in allen Onlinepublikationen in Anlehnung des sinistren Voldemort durch „He-who-must-not-be-named“ ersetzt.

Ansonsten gibt es auch in diesem Fall auch wieder das schöne Facebook-Tool, mit denen man schon alle Freunde entfernen/rausfiltern konnte, die Helene Fischer und/oder Pegida toll finden. Ansonsten bleibt uns nur abwarten und beten (für die, die das als probates Engagement ansehen).

#BILDindieTonne – BILD wegwerfen und Menschen helfen

Wenn ihr noch nicht wisst, was ihr mit dem heute verteilten Drecksblatt machen sollt, bieten die Betreiber des Bildblogs eine sinnvolle Anwendung.

Für jedes Foto einer BILD in einem Mülleimer, dass ihr auf der Facebookseite des Blogs postet oder an die Redaktion schickt (BILDindieTonne@bildblog.de), wird ein Exemplar eines Deutsch-Lernhefts für Asylbewerber angeschafft. So hat das Ganze wenigstens noch was gebracht.bildindietonne

Kurzgesagt/In A Nutshell – Die europäische Flüchtlingskrise

Kurzgesagt/In A Nutshell hat mal wieder ein komplexes Thema einfach heruntergebrochen, animiert und mit bestehenden Vorurteilen gegenüber den ankommenden Flüchtlingen aus Syrien aufgeräumt und noch einmal die Verfehlungen der westlichen Welt und einiger teilnahmsloser arabischer Staaten aufgezeigt. Und das alles in 6:16 min. Respekt!

Eine kurze Geschichte der britischen Krone

In diesem Video kann man sich in 9 Minuten die Geschichte der britischen Thronfolge der letzten knapp 1000 Jahre erklären lassen. Eine Abfolge von Ereignissen, besser als manche Seifenoper (oder eben Game of Thrones), voller Betrug, Misstrauen, illegitimer Kinder, fehlender Thronfolger, Machtspiele und unvorhersehbarer Wendungen. Da soll noch mal jemand behaupten, König(in) zu werden hätte was mit ‚von Gottes Gnaden‘ zu tun.

(via Mashable)

Erschreckende Animation aller Atombombenexplosionen der letzten 70 Jahre

Anlässlich des 70. Jahrestages der Abwürfe der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki haben Orbital Mechanics, die eigentlich Electrosound produzieren, diese Animation erstellt, die audiovisuell nachvollzieht, wann, wo, wieviele Atombombentests und mit welcher Detonationskraft stattgefunden haben.

Das Video ist fast 14 Minuten lang, dennoch raste es über die Zeitlinie der letzten Jahrzehnte und zeigt den ganzen Wahnsinn des Wettrüstens und der atomaren Abschreckung allein schon durch das auf- und abschwellende Klicken, das jeweils die einzelnen Explosionen repräsentiert. In den 60ern und 70ern verschwimmen diese akustischen Signale zu kleinen Staccati, da anscheinend keine Woche ohne mehrere Atombombentest auskommen konnte.

Trinity from Orbital Mechanics on Vimeo.

Dieses Video führt nicht nur die menschliche Verrücktheit bezogen auf Konflikte vor Augen, sondern auch welche immensen Mittel an Ressourcen und Geld für über 2100 Explosionen einfach verpulvert wurden, von den langfristigen Schäden für Mensch und Umwelt ganz zu schweigen. Da erscheint die Panik bei ein paar defekten Atomkraftwerken alle 25 Jahre schon fast lächerlich.

(via CityLab)

Project „Seen“ – Ein Font mit eingebauter Zensur

In Zeiten der Geheimdienstleaks und andauernd auftauchender Dokumente, die nur in zensierter Form (wenn überhaupt) an die Öffentlichkeit und in Untersuchungsausschüsse gelangen, wäre es für die, die gerne einige Informationen nicht veröffentlicht sehen wollen, eine Arbeitserleichterung, wenn sich die Texte selbst zensierten.

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Mit dem Font ‚Seen‘ ist dies in etwa möglich, da jedes verdächtige Wort automatisch geschwärzt oder durchgestrichen wird (je nach Sensibilität der Information). Entwickelt wurde er von Emil Kozole im Zuge seiner Abschlussarbeit zum Thema. Auf der Projektseite steht der Font auch zum Download bereit.

(via BoingBoing)

Die Opfer des zweiten Weltkriegs – Datenvisualisierung

Selten waren Balkendiagramme derart aufrüttelnd, da reine Zahlenstatistiken immer zu abstrakt sind und in dieser Form nicht wiedergeben können, was 70 Millionen Tote in wenigen Jahren bedeuten. Diese Datenvisualisierung ‚The Fallen of World War II‚ von Neill Halloran, schlüsselt die Opfer des zweiten Weltkrieges sowohl nach verschiedenen internen Kriterien wie auch in Relation zu anderen Ereignissen auf und werfen einem ein grafisch ansprechend gestaltetes ‚Nie wieder‘ ins Gesicht.

The Fallen of World War II from Neil Halloran on Vimeo.

(via Open Culture)