Ikea-Küchenkonzept für 2025

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Sehr schöne Idee für eine effiziente Küche, die von einigen Industriedesign-Studenten der Universität Lund für Ikea entwickelt worden ist und nun auf der Mailänder Möbelmesse vorgestellt wurde. Unter anderem mit einem Tisch, der Rezeptvorschläge macht und einem modularen Kühlschrank.

All-in-one digital table for Ikea suggests recipes based on leftover ingredients from Dezeen on Vimeo.

imm 2015 – It’s getting dark in here

Dieses Jahr fällt mein Statement zur imm 2015 etwas kürzer aus und ich lasse die Bilder für sich sprechen.

Darkness

Du meine Güte, hätte ich mal besser eine Taschenlampe mitgenommen! So dunkel wie die Internationale Möbelmesse in Köln dieses Jahr ausgefallen ist, musste man echt aufpassen nicht über die Auslegeware zu stolpern. Nach der extremen Retromania der Mad-Men-Ära der letzten Jahre scheint der Trend jetzt wohl eher in Richtung Blade Runner zu gehen. Die punktuelle Ausleuchtung vieler Messestände tat ihr übriges.

Farben und Formen 2015

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imm 2015: Farben, Formen und Texturen, die beispielhaft für dieses Jahr sind.

Die pudrigen Pastellfarben des letzten Jahres sind noch da, aber befinden sich auf dem Rückzug, um wesentlich dunkleren Farbtönen, gepaart mit schwarz und anthrazit als Basis Platz zu machen.  Weiterlesen

ART.FAIR 2014 Nachbericht

Nun ist die ART.FAIR 2014 auch schon wieder gelaufen. Normalerweise war es in den letzten Jahren immer ein Termin, auf den ich mich eigentlich gefreut habe, doch dieses Jahr bleibt ein schaler Nachgeschmack.

Auch wenn die Veranstaltung nun vom Staatenhaus direkt in die Messe Köln umgezogen ist, hat das nicht unbedingt zur Diversifizierung des Angebots beigetragen. Natürlich sind jedes Jahr ein großer Anteil immer derselben Galerien vertreten, was grundsätzlich ja nicht schlecht ist, jedoch ließ die Veranstaltung dieses Mal den einen oder anderen Wow-Moment vermissen, den es in den letzten Jahren schon des Öfteren gab.

Nur wenig ist übrig geblieben von den jungen, urbanen und abgedrehten Galerien, die mal außer der Reihe Künstler präsentiert haben. Mittlerweile gleicht das Ganze eher einer Mini-Art-Cologne, auch was das Publikum angeht. Nur der sogenannte BLOOOM-Messeteil, der vielleicht 20 % der Gesamtmesse ausmacht ist ein Hoffnungsschimmer.

Nichtsdestotrotz möchte ich euch einige Impressionen nicht vorenthalten. Mit ein wenig Glück habe ich auch semi-journalistisch, wie ich so bin, auch Informationen zu einigen der Künstler verlinkt.

Der Stand, der noch am meisten an die besseren Tage der ART.FAIR erinnerte war der der Artscouting-Gallery. Viele hübsche Exponate, die ich durchgehend ALLE zuhause hingestellt hätte (und wie aus meinem letztjährigen Nachbericht bekannt, ist dies ja das einzige Kriterium, wonach ich ART.FAIR-Kunst beurteile).

Werke von COARSE, John Trashkowsky, Amanda Visell hat diese Galerie unter ihre Fittiche genommen und damit einen der interessantesten Stände dieses Jahres gehabt.

Auch lokale Größen, wie das Arty Farty und Die Kunstagentin waren mit einigen Exponaten vertreten. Besonders angetan haben es mir als Dioramenfan die Plexiglaskugeln des Künstlers Orilo Blandini, über den man so gut wie nichts konkretes im Netz findet.

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Auch Güldenes geht immer…

… sowie Nacktes.

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Interessant war auch diese Installation des Künstlers Benedikt Braun vertreten durch die Galerie Eigenheim: Der gehörnte Kasten spuckte im Minutentakt jeweils einen Cent aus. Ich bemerkte dem Galeriemitarbeiter gegenüber, dass dies wohl kein geeignetes Kunstobjekt für das heimische Wohnzimmer ist, da es ja doch einige Arbeit macht abends das Geld zurück in die Box zu packen.

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Natürlich ist Kapitalismus- und Konsumkritik ein immer gern bemühtes Thema für die Kunst, was man auch an einigen der Kunstwerke ablesen konnte.

Der einzige, der aber auf dieser Messe von mir Geld bekommen hat, war der Inhaber des Kunstkaufhaus Ost, der eine Menge witziger Stücke im Repertoire hatte. Ihm kaufte ich für jeweils 1,50 € zwei Postkarten ab.

Mit einem Gemälde auf dieser Messe hatte ich auf jeden Fall eine besondere Begegnung und zwar dieses:

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Ich dachte direkt, ‚Hm, das sieht aber verdächtig nach einer KVB-Bahn aus, was man da sieht.‘. Und so war es auch um so witziger, dass dieses Bild ausgerechnet ‚Linie 13‘ heißt, weil dies die Bahn ist, die ich seit Anfang Oktober am meisten benutze, da ich nun in Lindenthal arbeite. Das Bild ist von dem Iraner Alireza Varzandeh, der ab Ende der 80er in Köln Grafik und Malerei studierte. Auf dieser Messe wurde er durch die Galerie Barbara von Stechow vertreten.

Zum Schluss noch ein Sammelsurium an Einzelimpressionen:

 

Ein Gebäude als Luftreiniger

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Anlässlich der Milan Expo 2015 baut das Gastgeberlandes Italien einen Pavillon, dessen Betonfassade mit einem Gemisch aus Titandioxid versehen ist, welche unter Einstrahlung des Sonnenlichts (UV-Licht) mit Stickstoffdioxid aus der Umgebungsluft reagiert und so im Prozess der photokatalytischen Selbstreinigung die Luft säubert.

(via engadget)

imm 2014 – Some think out of the box, some sell out of the container

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Fast schon zu schön war der Sonnenschein, um den gestrigen Samstag in den weitläufigen Hallen der Kölner Messe zu verbringen, aber das Ticket war gekauft und der kalte Wind machte die Entscheidung dann doch nicht so schwer.

Wie auch im letzten Jahr spielten sich die wichtigsten Dinge in nur wenigen Hallen (1, 2.2, 3.2 und 11) am Südeingang ab. Außerdem hatte ich dieses Jahr auch ein besonderes Ziel, welches ich aufsuchen wollte. Weiterlesen

ART.FAIR 2013 Nachbericht

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Zum zehnten Mal fand in Köln die Kunstgalerienmesse ART.FAIR statt. Seit dem Umzug ins Staatenhaus 2011, ist sie für mich eine kulturelles Pflichtprogramm im November. Hier findet man auf relativ kleinem Raum eine Auswahl besonders interessanter, internationaler Galerien, die alle mit verschiedenen künstlerischen Konzepten und thematischen Ausrichtungen auftreten. Von Malerei über Skulpturen bis zu Streetart und Medienkunst ist hier alles vertreten. Weiterlesen

imm 2013 – Trends

Erstmal sei gesagt, dass man sich zwei Drittel der Möbelmesse schenken kann. Dort gibt es nichts zu sehen, was nicht nächste Woche in jedem erstbesten Möbelhaus vor der Stadt zu bekommen ist. Abseits von der Massenware gab es einige wenige Ausstellungsbereiche, die relevant waren, wenn man wissen wollte, was die Trends des nächsten Jahres sein werden.

1. Meshes, Polygone/Low-Poly-Style

Bei vielen Möbeln scheint es, als ob ihre Formen direkt aus dem Computer gekommen seien; Lampenschirme, die an Drahtgittermodelle aus 3D-CAD-Programmen erinnern. Bei Sitzmöbeln, Regalen, Tischen und Deko-Accessoires kann man einen Trend zu asymmetrischen Formen beobachten, die meist auf Dreiecken und Wabenformen basieren. Diese Möbel wirken wie nicht fertig gerenderte 3D-Modelle. Offensichtlich durchdringt dieser technische Aspekt mittlerweile auch das Möbeldesign. Gerade Linien und 90° Winkel werden bewusst zu Gunsten von Brechungen aufgegeben. Insgesamt eine angenehm frischer Trend, der Neues fürs Auge bietet. Auch wenn die runden und weichen Formen der loungigen Nuller Jahre noch vorherrschen, bekommen diese massive Konkurrenz.

Externe Beispiele:

Vondom – FAZ Collection

Vondom – Vertex Collection

 

2. Kräftige Farben

Dezentes blau, grau und beige gibt es immer und wird es immer geben, jedoch ist der Mut zu Farbe nicht zu übersehen. Immer noch nicht satt gesehen hat man sich wohl an grünen Farbtönen in der Bandbreite zwischen Limette und Pistazie. Auch das Kontrastprogramm aus Berry und anderen Magenta- und Violettabwandlungen scheint weiterhin beliebt zu sein. Diese Palette ergänzt sich bei verschiedenen Ausstellern noch um Varianten von Zitronengelb und 50 Shades of Petrol, sowie Senf und hellbraunen Tönen. Gold, Silber und Kupfer erweitern dieses Spektrum.

 

3. 60s everywhere

Wenn man eines mit Sicherheit sagen kann, dann dass die Sechziger gerade auch bei den Möbel ihr Revival erleben. Gerade bei dem höherpreisigen Segment italienischer Edelmarken macht sich der ‚Mad Man‘-Chic breit. Aber auch bei anderen Herstellern sieht man eine inflationäre, geradezu ermüdende Menge an Formen, die oft an bereits bekannte Möbelkassiker angelehnt sind. Man könnte eine 100 Meter lange Reihe von aktuellen Stühlen dieser Möbelmesse aufbauen, die alle eine Reminiszenz an den Eames DAW Chair sind. Solange angesichts andauernder Krisen und Unwägbarkeiten die Zukunft betreffend sich nichts ändert, wird uns auch dieser Trend in den nächsten Jahren noch weiter begleiten.

Ansonsten bleibt zu sagen: Holz geht immer. Gerade bei den exklusiveren Marken gibt es ein großes Angebot an sehr gut gearbeiteten Holzmöbeln. Nach einigen Jahren von Hochglanzoberflächen und MDF-Platten kombiniert mit Chrom kommt die Natürlichkeit zurück. Eine Entwicklung, der mit den obengenannten Trends durchaus Schnittmengen hat.

Da noch Zeit war, habe ich auch in den Küchenhallen vorbeigeschaut. Gestalterisch tut sich hier nicht viel. Weiterhin gilt: Geradlinigkeit, Edelstahl, High-Tech sind das non plus ultra, also das Gegenteil all der anderen Trends. Wohl kaum für einen anderen Raum der Wohnung oder des Hauses kann man soviel Geld lassen und bekommt die meiste technische Innovation. Interessant ist eine Entwicklung bei den Induktionsfeld-Kochplatten. In Zukunft wird man diese nämlich nicht mehr sehen. Man stellt seine Kochtöpfe und Pfannen einfach nur auf einem Bereich seiner Arbeitsplatte ab, an der man kochen will und ab geht’s. Kurios hingegen war, wie Dampfgarer angepriesen werden. Anscheinend kann man nicht nur sein Gemüse darin zubereiten, sondern auch Joghurt herstellen und seine Hemden auffrischen. Naja.

Zum Schluss noch ein paar schöne dekorative Dinge, die mir aufgefallen sind.