Zweimal Datenvisualisierung in den Weiten des Weltraums

Zwei Links, für alle, die an Astronomie und Datenvisualisierung interessiert sind.

Zum einen das „One Million Stars„-Projekt des Online Star Registers; eine Seite, auf der man sich eigentlich symbolisch einen Stern mit dem eigenen Namen kaufen kann. „One Million Stars“ ist eine Visualisierung von rund einer Million bekannter Sterne, die sich als nächstes zu unserem Sonnensystem befinden. Alle Sterne werden mit ihren realen Raumkoordinaten wie mit ihrem Spektral-Index angezeigt.Screenshot (29)

Das andere Projekt ist goldilocks.info und zeigt in verschiedenen vergleichenden Diagrammen, die mehr oder weniger vorhandene Ähnlichkeit zwischen unserem Sonnensystem und den bisher bekannten 1942 anderen Sonnensystemen (Stand Oktober 2015).

goldilocks

Linktipps KW 05/15

Die wöchentlichen Links, diesmal mit einigen Schauwerten.

Infografik

Jede Pasta auf einen Blick bietet diese Übersicht des Food-Blogs ‚Chasing Delicious‚. Sollte jeder Pastafarier auswendig kennen.

pasta

(via Lifehacker)


In den USA nehmen die Hirntoten mal wieder ihr Recht auf Ignoranz wahr und lassen ihre Kinder nicht impfen. Daher hat Scott Bateman einen eindeutigen Flowchart erstellt, der eigentlich keine Frage offen lassen sollte. Aber wahrscheinlich können die, die es betrifft das intellektuell sowieso nicht nachvollziehen.

vaccination

(via Gizmodo)


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Geschichtliche Weltkarte von 3000 v. u. Z. bis heute

Eine interessante Weltkarte, auf der man die gesamte Entwicklung der menschlichen Ausbreitung und Staatenbildung in Form von politischen Karten nachvollziehen kann, haben die Entwickler von GeaCron bereitgestellt.

Das System erlaubt es, entweder mit einer Relief- oder einer ebenen Karte, sich in jeder geographischen Umgebung zu bewegen. Des Weiteren kann man zoomen, innerhalb der Zeit navigieren, nach historischen Völkern suchen und Links zu einer bestimmten geographischen und historischen Situation erstellen. Das Programm ermöglicht außerdem das Einbetten von Bildern geographischer Gebiete und ihrer zeitlichen Entwicklung in andere Websites oder digitale Medien.

(via reddit)

Wie ich zum Hobby-Weltenbastler wurde (2)

Wie meine Welt ‚Imzida‘ entstanden ist, habe ich im ersten Teil erläutert.

Im zweiten Teil zeige ich, wie ich mein Hobby des Weltenbastelns mit einem meiner anderen, nicht allzuweit davon entfernten, Interessensgebiete verbunden habe.

Aus irgendeinem Grund, bin ich von Kindheit an von Städten und ihrer Entwicklung fasziniert; Aufstieg und Fall, Zerstörung und Neuinterpretation, das willkürliche Schneisenschlagen größenwahnsinniger Despoten, von chaotisch gewachsenen Strukturen zu wohlüberlegten Planstädten, eben das ewige Spiel zwischen Zufall und bewussten menschlichem Eingreifen, dass unsere Städte heute so aussehen lässt, wie sie sind.

Daher war es natürlich auch mein Bestreben auf dieser Ebene tätig zu werden und wenigstens schon mal an einer Stadt zu schauen, wie diese sich denn so darstellen würde.

Alles was hier steht ist sozusagen ‚in progress‘, weil es direkt aus meinem Kopf in die Tastatur geht, abgesehen von dem bereits ausgearbeitet Karten- und Bildmaterial. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich eher ein visueller Mensch bin und nicht unbedingt Textnotizen mache. Wie man auf den Kartenausschnitten unten sieht hat auch noch nicht alles einen Namen. Nur falls Fragen aufkommen sollten. Weiterlesen

Wie ich zum Hobby-Weltenbastler wurde (1)

Die Tätigkeit des Weltenbastelns ist oftmals eine sehr zielgerichtete. Jeder, der eine Science-Fiction-, oder Fantasy-Geschichte realisieren will, der muss sich Gedanken über das Setting, bzw. das Universum machen, in dem sich dies abspielen soll. Denn ohne eine schlüssige und ausgearbeitete Welt, kann eine Geschichte schnell unglaubwürdig werden.

Als sich meine Welt in meinem Kopf festzusetzen begann, hatte ich jedoch keine literarischen oder filmischen Ambitionen, sondern es ging mir erstmal nur um die Visualisierung dieser Welt. Schon vor Beginn dieses Jahrhunderts kam mir die Idee für einen Planeten, der zum großen Teil von Wasser bedeckt ist, und dessen Reiche sich zum Großteil über die Inselwelten ausbreiteten. Dementsprechend zeichnete ich von Hand meine erste Karte, die im Original vermutlich nicht mehr existiert, oder noch auf dem Dachboden meines Elternhauses schlummert. Was ich jedoch habe ist die erste digitale Version dieser Weltkarte, in der ich wenigstens schon mal farbig das Meer vom Land unterschied. So entstand ‚Imzida‘.

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Die Welt Imzida in ihrem „Embryonalzustand“ vor 2000 erstellt

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WikiGalaxy – Die Online-Enzyklopädie als Galaxis

WikiGalaxy stellt 100.000 Artikel der englischsprachigen Wikipedia als eine riesige Galaxis dar, bei der jeder Artikel ein Stern ist.

wikigalaxy

Wenn man nach einem speziellen Artikel sucht, oder einfach mal per Zufallsprinzip auf einen der Punkte klickt, fliegt man zu der Position des Artikel-Sterns und bekommt auch die Verbindungen zu anderen Artikeln angezeigt. Das Ganze wird dazu noch etwas lebendiger gestaltet, indem auch die Bots visualisiert werden, wie sie durch diese Galaxie fliegen und ihrem Job nachgehen.

wikigalaxy_2

Der Entwickler dieser Visualisierung, Owen Cornec von Polyfra.me, will in Zukunft das auf WebGL basierende Gesamtkonstrukt noch verbessern, u. a. mit farbcodierten Verbindungslinien, Nutzbarkeit mit Oculus Rift und natürlich an erster Stelle die Einbindung aller Wikipedia-Artikel, obwohl schon die Darstellung der 100.000 nach Cornecs Aussage die Grenzen einer browserbasierten Anwendung stark herausfordert.

Städte nach Ausrichtung ihrer Straßen bunt visualisiert

Die rechtwinkeligen, jedoch schräg nach Nordosten verlaufenden Straßen von Manhattan leuchten violett, das strenge Raster von Chicago erscheint wie eine feuerrote Neonplatine. Dagegen sind die Städte der alten Welt wie London oder Berlin in ihrer Unregelmäßigkeit wie bunte Flickenteppiche, kreuz und quer gewachsen, wie es gerade in die Landschaft passte.

Stephen Von Worley hat für seine Seite Data Pointed, auf Datenbasis von OpenStreetMap und mit einem Algorithmus der die Straßenausrichtung als einen Winkel in einem Farbkreis interpretiert, diese interessanten Stadtansichten generiert. Das Ergebnis gibt der Betrachtung des infrastrukturellen Charakters einer Stadt noch einmal eine ganz andere Dimension.

(via Co.Exist)

The Age of Megacities

megacities

So heißt die Seite, die ESRI, der amerikanischer Softwarehersteller von Geoinformationssystemen (GIS), aufgesetzt hat um das rasante Wachstum der Städte auf unserem Planeten zu visualisieren. Hier kann man sich geführt einmal um den Globus klicken und erstaunt zur Kenntnis nehmen, wie sich Städte gerade in den letzten Jahrzehnten in die Landschaft gefressen haben.

According to United Nations projections, the world will have 41 megacities within the next 35 years. The fastest growth is happening in Africa and Asia, where mid-sized cities are blossoming. By 2050, 66 percent of the world’s population is expected to live in urban areas, and India, China and Nigeria will account for 37 percent of the anticipated growth.

(via io9)

Landschaften als Schurwollteppiche

Ich. Will. Jeden. Einzelnen. Davon! Die Landcarpet-Auslegeware des Österreicher Designers Florian Pucher aus neuseeländischer Schurwolle, empfindet verschiedene Landschaften der Welt nach. Von mitteleuropäischen Weiden über die gerasterten Agrarlandschaften der USA bis zum Hafen von Hong Kong bieten die Teppiche einen schönen Blick aus der Vogelperspektive direkt unter den Füßen im eigenen Heim.

(via Colossal)