Adeline & Gustav featured im Juli mein Froschposter

Auf dem Blog ‚Adeline & Gustav‘ schreibt Dorina über Mode, Lifestyle und auch persönliches. In Ihrem Juli-Rückblick zu Produkten, Styles, Mustern und Farben findet auch mein Erdbeerfrosch-Poster einen prominenten Platz. Macht sich wohl gut bei Dorinas Terrarien. Vielen Dank auch noch mal an dieser Stelle!

Monatsfavoriten-Juli-Fashion-Blog-Beauty-Blog-Lifestyle-Blog-Interior_13

„PAGE“-Abo gekündigt

Es tut mir fast schon ein bisschen leid, dass ich das Abo für die einzige Fachzeitschrift, die ich jemals abonniert hatte, gekündigt habe. Als Mediengestalter ist es nach wie vor neben der Novum eine der Zeitschriften, die man wenigstens mal durchgeguckt haben sollte, wenn man auf dem Laufenden bleiben will, wenn es um Medienproduktion geht.

Ich habe jetzt aber 15 Pappschuber mit den Ausgaben der letzten 15 Jahre hier stehen und da ich mich schlecht von Dingen trennen kann, für die ich mal Geld bezahlt habe, nehmen diese natürlich auch mindestens vier Regalreihen ein. Dazu kommt, dass ich mit der Zeit, besonders in den letzten Monaten, immer seltener dazu gekommen bin überhaupt mal in die Ausgaben reinzuschauen, die regelmäßig in meinem Briefkasten landeten und mich immer wieder daran erinnerten, dass ja wieder ein Monat rum ist und die letzte Ausgabe noch ungelesen auf dem Wohnzimmertisch lag. Daher musste ich jetzt die Reißleine ziehen und mein Abo kündigen.

Damit schließe ich aber nun auch ein Kapitel in meinem Leben, in dem ich mich hauptsächlich über die Profession als Grafiker/Mediengestalter in einer Werbeagenturenwelt definiert habe. Mittlerweile hat sich mein Tätigkeitsfeld etwas verlagert und auch das ist mit ein Grund, warum ich auf das Abo verzichten kann.

Nun: Bevor ich jetzt noch sentimental werde, habe ich jetzt mal meine erste PAGE und die aktuelle PAGE nebeneinander gelegt und unter gestalterischen wie thematischen Merkmalen verglichen:

Page_2001_2016

Die linke Ausgabe ist Februar 2001 die rechte ist die von August 2016. Untertitel der alten PAGE, „Digitale Gestaltung & Medienproduktion“, bei dem aktuellen Heft, „Design > Code > Business >> Das Magazin der Kreativbranche“. Also schon was selbstbewusster, wie ich finde. Das Logo wurde irgendwann mal ein wenig abgeändert.

Preis damals 12,- DM, heute 9,95 €. Das kann sich jetzt ausrechnen, wer will.

Beim Titelthema 2001 geht es um Fusionen und Börsengänge in der Design- und Werbebranche, ein Thema, dass in der damals gerade heißlaufenden New Economy natürlich ernsthaft besprochen wurde. Heute fast nicht mehr vorstellbar, dass es das Ziel einer Agentur sein könnte an der Börse zu sein.

Der Titel 08/2016: Mach dein Ding (Side projects starten neben dem kreativen Alltagsgeschäft). Das zeigt, wo die Kreativszene heute steht. Komplette Individualisierung der Medienschaffenden, die sich mittlerweile interdisziplinär auf verschiedenen Feldern bewegen und auch verschiedene Rollen einnehmen können, aber oftmals auch einfach müssen, um über die Runden zu kommen.

Auch exemplarisch gut zu sehen, dass man heute vorzugsweise lieber mit Fotomaterial arbeitet, als mit eher unpersönlichen Vektorgrafiken.

Weitere Themen der 15 Jahre alten Ausgaben sind:
Profi-Tipps für Web & Print – Von Flash bis XPress: Know-how und Kniffe für kreative Publisher. Nun, weder Flash noch Xpress spielen heute noch eine große Rolle in diesem von Adobe beherrschten Markt.

Auch sehr schön: Illustrator-Workshop – Step by Step: Wie sich komplexe Verläufe einfach erstellen lassen. Ja, da höre ich doch die Zukunft.

Man muss sagen, dass sich auch das innere Layout von damals (auf dem Bild oben) gut gehalten hat. Es wirkt immer noch harmonisch und stimmig.

Page_2001_2016_02

Mittlerweile hat man aber auf ein breiteres Spaltenmaß und generell einem Satzspiegel gesetzt, der auch mehr entspannten Weißraum zulässt. Die Fließtextschrift war früher eine serifenlose Linear-Antiqua, heute setzt man auf die Serifenschrift FF Quadraat.

Interessant zu sehen im hinteren Teil der 2001er Ausgabe ist auch, wieviele Stellenanzeigen dort zu finden sind. Auf insgesamt acht Seiten bieten 19 Agenturen von Hamburg bis München Positionen als Art-Director, Grafiker oder Web-Designer an. In der aktuellen Ausgabe gibt es genau eine Seite mit zwei Anzeigen, von der eine sozusagen in eigener Sache ist (PAGE sucht einen Redakteur) und die andere Werbung für den Stellenmarkt der w&v. Auch eine Sache, die in den letzte 15 Jahren komplett ins Netz abgewandert ist.

So intensiv habe ich mich schon lange nicht mehr mit der PAGE auseinandergesetzt und die Frage bleibt, was ich jetzt mit den gesammelten Werken machen soll. Wenn wir mal umziehen sollten, könnte ich auf den Ballast gut verzichten. Andererseits ist das ja auch dokumentierte Zeitgeschichte einer Ära, in der die Digitalisierung einiges in der Branche umgerissen hat. Wo wir gerade bei Digitalisierung sind: Mit ein Grund, warum ich auch gut auf die Zeitschrift verzichten kann ist ja auch der Zugang zu genau den Themen im Internet. Und das ist die Tragik an der Sache, dass ein gut gemachtes Magazin nicht mehr mit der Informationsdichte des Netzes mithalten kann. Was sie können ist natürlich, das Wichtige herauszufiltern.

So halte ich etwas wehmütig die für mich letzte Ausgabe in den Händen und wünsche der PAGE weiterhin alles Gute. Wir sehen uns im Bahnhofskiosk.

Rückblick • Ausblick

Och nee… Jahresrückblicke! Langweilig! War ja wieder alles dabei von Terrorismus bis zu blauschwarzweißgoldenen Kleidern, yadda yadda.

Möglicherweise komme ich ja jetzt mit Ende 30 in das „I-don’t-give-a-fuck-and-I’m-sick-of-your-shit‘-Alter, aber vieles, von dem, worüber sich die Öffentlichkeit™ und die Medien im letzten Jahr ausgelassen haben, ging mir überhaupt nicht nahe, um nicht zu sagen am Arsch vorbei. Wahrscheinlich sind das einfach nur Abgrenzungsbemühungen, weil ich den alltäglichen Wahnsinn, an dem es auch 2015 nicht mangelte, nicht mehr ertragen kann. Und auch, weil ich mich weigere an der lächerlichen Verunsicherungsspirale teilzunehmen, an der hauptsächlich von den unfähigen Subjekten unserer und anderer Regierungen gedreht wird und damit ein gesellschaftlicher Schaden provoziert wird, der größer ist, als alles, was irgendwelche Nahost-Nihilisten uns antun könnten.

Deswegen halte ich es auch mit der Titel-Headline von ‚Charlie Hebdo‘: „Ihr habt die Waffen. Scheiß drauf, wir haben den Champagner.“ Und für meinen Geschmack sollte man noch hinzufügen: Und es ist genug Champagner für alle da! Auch für die, die dieses Jahr temporär oder auch langfristig ihre Heimat verlassen mussten und zu uns gekommen sind.

Persönlich war es ein interessantes Jahr; das erste in meinem mindestens 10 Jahre andauernden Berufsleben, in dem ich Mal drei Monate arbeitslos war. Einerseits okay eine Pause einzulegen (besonders während der Sommermonate), andererseits echt knapp, wenn man mit weniger Geld zu Recht kommen muss. Aber ich hab mal wieder gelernt mit meinem Geld zu haushalten. Alles jammern auf hohem Niveau, wenn man bedenkt, was ich dieses Jahr alles gesehen und gemacht habe; Amsterdam (zum ersten Mal), Mykonos (zum ersten Mal), Mischkonsum (zum letzten Mal!).

Nur, was ein bisschen auf der Strecke geblieben ist – besonders ab dem Herbst – ist dieses Blog. Ich hab wesentlich weniger geschrieben und noch hunderte Links in meiner Liste, die ich nie verlinkt habe. Meine wöchentlichen Linksammlungen habe ich auch nicht konsequent durchgezogen. Im Moment weiß ich auch noch nicht, wo es hingehen soll, weiterführen werde ich dieses Projekt auf jeden Fall. Im Grunde alles nur ein Zeitproblem, denn seit ich meinen neuen Job angetreten habe, der mich natürlich erst mal fordert, habe ich wesentlich weniger Energie, um sie hier reinzustecken.

Wie auch immer. Erfreulich zu sehen ist jedoch, dass weniger Aktivität meinerseits an diesem Blog nicht zu einer Abnahme an Besuchern geführt hat, ganz im Gegenteil. Das Vorjahresergebnis konnte im Oktober bereits überholt werden. Ich zitiere aus dem Jetpack-Jahresbericht zu Logbuch Labelizer:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde 2015 etwa 35.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 13 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Mit 223 Besuchern war der 15. November der geschäftigste Tag des Jahres. Eine Flagge für die Erde war der beliebteste Beitrag an diesem Tag.

Jaja, ich weiß, das sind lächerliche Zahlen; 35.000 Besuche machen Top-Blogs in ein paar Tagen. Aber ich weiß wo ich stehe und das ist okay so.

Wann ich wieder mehr schreiben und verlinken werde, kann ich noch nicht sagen, aber ich bin hoffnungsvoll, dass es auch mal wieder mehr wird. In letzter Zeit finden sich für meinen Geschmack aber immer weniger wirklich teilenswerte Inhalte im Netz (vielleicht suche ich auch nur falsch) und bei selbst geschriebenen Sachen rege ich mich ja meistens nur über irgendein Thema auf. Ist ja auch nicht gesund.

Vielmehr werde ich versuchen meine künstlerisch-kreative Arbeit wieder zu forcieren. Ein bisschen was ist ja in 2015 aus meinem Kopf in den Rechner gefallen, darf 2016 ruhig wieder mehr werden. Ich habe auch schon konkrete Pläne.

Aber genug des Geschwafels, wir haben ja alle bestimmt noch ein käsehaltiges Silvestermenu zu kreieren und davon will ich euch nicht abhalten. Somit schließe ich mit dem guten Vorsatz meines Lieblingscaptains:

View post on imgur.com

Teatime im Royal Cupcakes Köln – Erfahrungsbericht

Es wird wirklich langsam knapp, wenn man in Köln eine Teatime bei möglichst vielen verschiedenen Anbietern machen möchte (nach Meldungen von Anfang dieses Jahres wird das Dom Hotel nicht vor 2017 wiedereröffnen. Skandalös!).

Aber zum Glück gibt es neben den mondänen Hotels ja auch noch das eine oder andere Café, welches sich die Mühe macht das Bedürfnis nach der traditionellen Teatime zu erfüllen. So zum Beispiel das Royal Cupcakes in der Alten Wallgasse, einem ruhigen Seitenarm des kommerziellen Wildwasserstroms der Ehrenstraße.

Vorausgeschickt sei gesagt, dass ich in diesem Fall wesentlich nachsichtiger bei der Bewertung der Teatime bin, als das der Fall bei den Berichten aus den Hotels war. Da es auch für mich das erste Mal war eine Teatime im Rahmen eines eigenständigen Cafés zu mir zu nehmen, war ich auch offener für Variationen und die Maßstäbe, die ich hier anlege, sind andere als bei großen gastronomischen Einrichtungen. Zumal, wenn es sich um eine Konfiserie handelt, die für ihre außergewöhnlichen Cupcakes bekannt ist.

Wie immer ist auch hier eine Teatime nichts für Spontane. Eine Reservierung per E-Mail spätestens zwei Tage vorher ist zwingend, da einige Elemente extra frisch hergestellt werden müssen. Es empfiehlt sich auch vor dem Besuch schon mal einen Blick auf die Tee-Auswahl auf der Internetseite des Cafés zu werfen, da einem die Frage nach der Teepräferenz bereits zwischen Eintreten und Platz nehmen gestellt wird. Da ich immer Earl Grey nehme, war dies für mich ja auch kein Problem.

Da alles für unseren Besuch vorbereitet war, ging es auch recht bald zum Wesentlichen. Nachdem der Tee kredenzt war und die Etageren kamen wurde es schnell eng auf dem kleinen Tisch. Ein Kompromiss durch Entfernung des vorweihnachtlichen Tischschmucks und die Reduktion der Zuckerauswahl auf braunen Kandis bot somit dann doch Platz für die wichtigen Dinge.

teattime_royal-cupcakes_01

Die Etagere war wie erwartet von unten herzhaft nach oben süß sortiert und bot einige Besonderheiten: Neben den obligaten Sandwiches mit Gurke und Frischkäse gab es auf der unteren Ebene Grissini mit einem sehr schmackhaften Schinken, eine kleine Tajine mit grünen Oliven, sowie eine äußerst delikate Quiche mit Speck.

Auf der Mittelebene präsentierte sich das Herzstück der Teatime in Form von zwei locker luftigen Scones, wobei ich mir in diesem Fall nicht sicher war, ob diese als solche noch zu bezeichnen sind, da es sich hier schon eher um eine Art biscuitartiges Süßgebäck handelte. Aber auf seine Art sehr lecker, besonders in Kombination mit der Erdbeermarmelade und dem sehr cremigen Frischkäse (leider keine Clotted Cream, aber nah dran). Besonders zu erwähnen wäre dann noch das kleine fruchtige Stück der Tarte Tatin mit Mangokonfitürenglasur.

teattime_royal-cupcakes_02Auch die oberste Ebene überzeugte und war Anlass zwischen den Tellern zu springen, denn hier fand sich eine Kugel Vanilleeis, die mich zwischen herzhaft und süß wechseln ließ, damit sie nicht vollends dahin schmolz, bevor ich oben angekommen bin.

Des Weiteren hielt der oberste Teller noch einen Himbeer-Milchshake und natürlich zwei Kostproben der eigentlichen Profession dieses Etablissements bereit. Zum einen ein Vanille-Cupcake mit einem himmlisch lockeren Himbeerfrosting gekrönt mit einer Kugel aus weißer Schokolade und zum anderen ein Schokoladen-Cupcake mit einem cremigen Schoko-Nußnougat-Frosting, garniert mit zwei Plättchen Zartbitterschokolade.

Insgesamt war dieses Teatime-Erlebnis eine runde Sache und bei einem Preis von 15 € pro Person vollkommen zufriedenstellend. Wenn ihr also vorab schon wisst, wann ihr euch in der Kölner Innenstadt befindet, so solltet ihr unbedingt auch einen Termin für die Teatime machen, denn als kleine Pause im Shopping-Spießrutenlauf oder einfach als das kleine Highlight am Sonntag, dass man sich gönnt, ist dieses Angebot durchaus zu empfehlen.

Als Souvenir und aus aktuellem Anlass habe ich dann auch noch zwei Cupcakes mit nach Hause genommen. 🙂

teattime_royal-cupcakes_horst-kevin

Ein ausführliches Interview mit der Gründerin von Royal Cupcakes findet ihr übrigens hier.

 

Cities: Skylines – Impressionen meiner ersten Stadt

Nein, das wird kein Game Review, für sowas gibt es professionelle Blogger und das Wichtigste dazu könnt ihr auf Metacritic nachlesen. Nachdem ich ja schon meine Enttäuschungen (und die der meisten anderen) zu SimCity kundtat (hier und hier), gab es ja erstmal eine längere Durststrecke ohne Hoffnung auf eine neue, anständige Städtebausimulation.

Dann kam letztes Jahr auf einmal das finnische Entwicklerstudio Paradox Interactive um die Ecke und hörte von Anfang an auf die Fanbasis, und baute einfach ein funktionierendes, für Modding offenes Spiel, welches seit seinem Release im März dieses Jahres für viel Begeisterung sorgt und bisher sehr erfolgreich läuft und weiterentwickelt wird, sowohl von den Entwicklern, wie den Spielern.

Ein halbes Jahr habe ich die Entwicklung aufgrund technischer Unzulänglichkeiten nur über die mittlerweile fast 100.000 Mitglieder starke Cities: Skyline-Community auf reddit mitverfolgt. Mittlerweile habe ich nachgerüstet und bin seit ein paar Wochen in der Lage das Spiel selber auszuprobieren.

Nach zwei Stadtversuchen, die ich sozusagen nur zum Verständnis des Spiels angefangen, aber nicht weiterverfolgt hatte, habe ich nun die erste richtige Stadt. Mittlerweile hat diese 60.000 Einwohner, aber Verkehrs- und Gesundheitsprobleme für 600.000. Aber ich werde noch dahinter kommen, wie ich was dagegen unternehmen kann.

Wie auch immer möchte ich einfach ein paar Bilder aus dem Spiel teilen, denn was ich sehr gerne mache, ist durch die Stadt zu streunen (gerne in der Nacht) und Screenshots zu machen. Daher hier ein paar Eindrücke meiner ersten funktionierenden Stadt Carlsberg: