8 Tage in Japan – Reisebericht und Tipps (2)

Zum ersten Teil geht es hier

Osaka (Tag 1)

Meine erste Zugfahrt in Japan endete in der Station Namba, die vom ersten Eindruck irgendwie in eine Art Shoppingmall-Komplex eingebettet war. Nach ersten vergeblichen Orientierungsversuchen (WLAN war noch im Umschlag im Koffer) fand ich dort eine Touristeninformation, wo mir eine nette junge Frau direkt alles mitgab, was man so gebrauchen kann; U-Bahn-Fahrplan und Broschüren über Sehenswürdigkeiten voller Anzeigen für Restaurants. Und von denen gibt es wahrlich ausreichend, doch dazu später.

Bald darauf war ich mit der Yotsubashi-Linie der U-Bahn unterwegs zu meinem Hotel Richtung Norden. Sollte es mal jemanden meiner Leser nach Osaka verschlagen kann ich das Cordia Hotel nur empfehlen. Im Februar dieses Jahres erst renoviert, ist es ein kleines aber stylishes Hotel in einer ruhigen Seitenstraße. Leider war ich an diesem Tag noch zwei Stunden zu früh, daher ließ ich meinen Koffer im Hotel und machte mir einen ersten Eindruck dieses Teils von Osaka. Das Hotel ist nur einen Block vom Ufer eines Südausläufers des Yodo Rivers entfernt, und ich unternahm zum Zeitvertreib einen kleinen Spaziergang. Weiterlesen

8 Tage in Japan – Reisebericht und Tipps (1)

Als der Zeitpunkt meines vierzigsten Geburtstages näher kam, habe ich darüber nachgedacht, was ich denn eigentlich noch alles mal sehen möchte, es aber bisher nie geschafft hatte. Ganz oben auf der Liste stand eine Reise nach Japan, speziell Tokio. Geprägt von dem, was man in der Kindheit und Jugend von Japan mitbekommen hatte (Godzilla und Anime/Manga) bis hin zu der interessanten japanischen Küche, schien mir dieses Land immer schon als eines der unbedingt besuchenswerten Orte.

Daher versuchte ich letztes Jahr Flüge und eine Reise mit Reiseleitung zu buchen, da ich mir dachte, dass dies für einen Erstbesuch vielleicht die beste Methode wäre. Es gab eine interessante Option einer Gruppenreise von Osaka über einen Zwischenstopp in einem Bergdorf nach Tokio in rund 8 Tagen. Entsprechend buchte ich die Flüge im Vorraus, in der Hoffnung, diese Gruppenreise käme auch zustande (es müssen sich ja erstmal genug Teilnehmer finden). Sie kam nicht zustande. Und ich hatte die Flüge. So entschied ich mich das ganze auf eigene Faust zu machen. Im Nachhinein die bessere Entscheidung. Weiterlesen

Bars of Cologne – IceBar @ Hilton

Schon seit langem wollte ich eine Serie über die Bars von Köln machen. Und in einem Jahr wie diesem, in dem man die Realität sowieso nur betrunken ertragen kann, bietet es sich an, dieses Projekt nun endlich mal in Angriff zu nehmen.

Daher starte ich mit der Bar, in der ich in meinem bisherigen Leben wohl die meiste Zeit zugebracht habe. Die IceBar am Hilton Hotel. Diese haben nicht viele Menschen auf dem Schirm, selbst dann nicht, wenn sie aus Köln stammen.

Nur zwei Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt in der Marzellenstraße findet sich in der Bar, welche zum Hilton Hotel gehört, immer wieder eine interessante Mischung aus internationalen Hotelgästen und einheimischen Cocktail-Liebhabern an der Theke. Zum Erstaunen von Erstbesuchern besitzt die Theke tatsächlich eine Oberfläche aus Eis, welche die Getränke immer schön kühl hält. Unterstützt wird die eisige Thematik in der Bar noch durch satinierte Glaspaneele an den Wänden und entsprechender LED-Beleuchtung.

Alles andere als kalt ist jedoch das Personal, welches sich stets freundlich um die Gäste kümmert und mit Herz und Seele für das Handwerk der guten Cocktailerstellung brennt. Unentschiedenen unter den Besuchern kredenzen die Mitarbeiter der IceBar gerne auch ein Getränk nach den persönlichen Vorlieben.

Generell enthält die Karte wenig Standard-Drinks, die man natürlich auch ordern kann, sondern überrascht mit einfallsreichen und schmackhaften Eigenkreationen.

Mein absoluter Favorit ist der Cocktail „Papa Joe“. Eine wunderbar süß-scharfe Liasion aus philippinischem ‚Don Papa‘-Rum mit Gingerbeer, Kokossirup, Zitronengras und Limette. Perfekt für den Sommer (und für mich eigentlich immer).

Eine der außergewöhnlichsten Kreationen, die es in die Karte geschafft hat und deren Entstehung ich beiwohnen durfte, ist der Cocktail „La vita è bella“. Er besteht aus Banks 5 Islands Rum, Limettensaft, Zuckersirup, Basilikum, Olivenöl (!) und Dijon Senf (!!). Ein fantastisches Geschmackserlebnis mal ganz außer der Reihe.

Ebenfalls ein Hingucker und auch praktisch als Cocktail To Go ist der „Kiddo“, bestehend aus hausgemachtem Kaffirwodka, Limettensaft, Matchasirup, auch aus eigener Herstellung, und Gingerbeer. Das ganze wird in einer Asianudelbox serviert.

Preislich liegen die meisten Cocktails bei 11,50 €, einige wenige etwas teurer (z.B Champagner-Cocktails). Daher wäre noch zu erwähnen, dass es täglich von 18.00 bis 20.00 Uhr eine Tiki-Cocktail Happy Hour gibt, bei der jeder Cocktail nur 6,- € kostet. Dann sollte man unbedingt einen „Painkiller“ probieren oder sich auch mal an einen „Maitai“ wagen, der nicht mit Fruchtsäften gepanscht wurde, wie man ihn so oft woanders bekommt.

Ich kann einen Besuch in der IceBar nur ans Herz legen. Gerade, wenn man z.B. mit der Bahn von außerhalb kommt, ist die IceBar ein idealer Anlauf- und Startpunkt für das Wochenende und oftmals auch ein guter Ort, um den Abend ausklingen zu lassen.

IceBar Hilton
Marzellenstraße 13-17
50668  Köln

Telefon: 0221 – 130 71 2463
Fax: 0221 – 130 720

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag ab 18.00 Uhr,
Sonntag und Montag Ruhetag

Concept Car mit Illustrator gebaut

Ich habe am Wochenende mal wieder mit Illustrator gebastelt und geschaut, wie gut man mit dem Perspektivenraster Objekte erstellen kann. Für diesen Wagen hatte ich keine gezeichnete Vorlage. Ich hab ihn einfach Stück für Stück aufgebaut. Ging ganz gut, wie ich finde.

In Better News… – Linktipps

Angesichts der zunehmend bekloppten Weltlage habe ich mich entschieden wenigstens hier im Blog in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen unter dem Titel „In Better News…“ Links zu posten, die mir durch ihre positiven Headlines aufgefallen sind. Ich möchte damit gerne ein Gegengewicht zu den ansonsten deprimierenden bis apokalyptischen Nachrichten setzen, die einem jeden Tag um die Ohren gepfeffert werden. Denn wenn man mal genauer hinschaut, gibt es viele Entwicklungen, die auf eine fantastische Zukunft hoffen lassen.

Daher werde ich in nächster Zeit verstärkt Ausschau nach Meldungen halten, in denen von wichtigen wissenschaftlichen Durchbrüchen erzählt wird, oder von besonderem gesellschaftlichen Engagement und von interessanten technologischen Veränderungen, die unser aller Leben positiv verändern werden.

Hier also die ersten Links der letzen Wochen:

Scientists Can Change CO2 to Ethanol Using This Simple, Cheap Solution

Studie: Spezielle Pflanzenblätter reduzieren den Methanausstoß von Kühen

Malaria drug successfully treats 26-year-old brain cancer patient.

End of fillings in sight as scientists find Alzheimer’s drug makes teeth grow back

Scientists make plastic from pine trees

Indiens Hauptstadt Neu Delhi verbannt Einweg-Plastik aus der Stadt

China orders a halt to over 100 coal-fired power plants


„Little Homes“ Kölner baut DIY-Hütten

Bangkok will hold its first gay pride parade in 11 years

How many jobs has the legal cannabis market created?

2016 – Ein Nachruf und Ausblick

„At least I am at loss to find appropriate words.“
– Noam Chomsky in an Interview with Alternet

Wow! Ich muss wohl kaum noch einmal feststellen, was für eine beschissene Katastrophe dieses Jahr von der Silvesternacht an war. Und dafür muss ich nicht noch rund einen Monat warten das zu beurteilen. Daher schon mal mein Jahresrückblick.

Wie schnell der Zerfall der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft (wenn diese nicht schon immer eine Farce war) innerhalb kürzester Zeit fortgeschritten ist, war schon atemberaubend mit anzusehen.

Überall schmeißen sich ehemals stabile Demokratien den Faschisten an den Hals.
Die Briten lassen sich von einer saudämlichen Gurkentruppe, die in ihrer Regierungskompetenz noch mindestens zehn Stufen unter der Muppet Show steht, aus Europa drängen, provozieren damit eine weitere Destabilisierung einem in diesen Zeiten mehr als notwendigen vereinten Europa. Von dem britischen Abschaum, der sich dadurch legitimiert fühlte verbal bis physisch übergriffig gegen Menschen zu werden, die nicht weiß sind, mal ganz zu schweigen.

In der Türkei meint so ein hinterwäldlerischer Mikropenisträger mit Größenwahn mal eben mit seiner Version des Reichstagsbrandes ein vielversprechendes Land in ein totalitäres Regime mit Expansionsbestrebungen umzuwandeln. Und unsere Regierung schaut zu, weil irgendwo müssen ja die syrischen Flüchtlinge bleiben. Hier haben will man die ja nicht, weil sonst die ganzen kackbraunen Vollpfosten aus den national befreiten Zonen Deutschlands mit Fackeln und Mistgabeln nach Berlin ziehen (insofern dieses Pack überhaupt in der Lage ist solche Präzisionsinstrumente richtig herum zu halten). Und dann könnte sich der ewige Hosenanzug eine weitere Amtszeit ab 2017 aber komplett abschminken. Dann heißt es bei uns bald auch „Petri Heil!“.

Und über die ehemaligen Ostblockstaaten (inkl. Sachsen), die bis heute nicht geschnallt haben, wie eine freie Gesellschaft funktioniert schlagen wir auch erst mal ein Ei.

Und dann Trump! Man konnte das ganze Jahr nur mit offenem Mund da sitzen und war von der sich anbahnenden Misere gleichzeitig fasziniert und angewidert. Der ganze Präsidentschaftswahlkampf war daher vergleichbar ambivalent zu beobachten wie die Abzess-Ausdrück-Videos auf Youtube (sorry, kein Link an dieser Stelle).

Während ich das hier schreibe ist er noch nicht Präsident, aber seine Anhänger feiern ihn in Washington schon mal mit stramm ausgestreckten Arm. Good Night and Good Luck!

trumppack

Wer ist eigentlich diese Tequila-Schlampe??? – Symbolbild für das öffentlich wahrgenommene 2016

Vielleicht passiert ja noch ein Wunder und es stellen sich genug Wahlleute mit einem Gewissen gegen die Wahl und entsprechen der sog. „Popular Vote“ nach der Clinton gewonnen hätte. Wäre ein einmaliger Vorgang und unwahrscheinlich. Das traurige ist ja, das Clinton nun auch nicht die beste Wahl gewesen wäre, zumindest wüsste man in etwa, was einen erwartet (vermutlich noch mehr Drohnenkriege).

Im schlechtesten Fall sehen wir nächstes Jahr eine Neuauflage des amerikanischen Bürgerkriegs, aber nicht North vs. South, sondern eher East/Westcoast vs. Biblebelt/Flyover-States. Denn ich kann mir einfach beim besten Willen nicht vorstellen, wie ein so unglaublich vielseitiges Land wie die USA diesen Zustand einheitlich akzeptieren könnte. Dann, im besten Fall werden hoffentlich die Faschisten geschlagen, ansonsten rückt ein Szenario eines theokratisch-faschistischen Regimes in greifbare Nähe, das einem dystopischen Roman Margaret Atwoods entsprungen sein könnte.

So gesehen lässt nicht viel auf ein friedliches 2017 hoffen. Was mich dazu bringen wird mein Leben in nächster Zeit noch hedonistischer und gegenwärtiger zu leben als bisher schon. Ich habe noch nicht alle Sorten Rum, die es gibt, durchprobiert, aber ich werde verstärkt daran arbeiten. Wer weiß wieviel Zeit noch bleibt.

Was mich zu meinem persönlichen Jahresrückblick bringt! Und wenn ich das mal so rekapituliere, war es für mich eines der zufriedensten Jahre. Es gab zumindest die eine weniger angenehme Erfahrung, als mir mein Backenzahn gezogen wurde, aber das war schnell vorbei und der war auch schon knapp drei Jahre tot. Und es war mein erstes Jahr als Brillenträger. Ist auch schön mal wieder was scharf zu sehen.

Ansonsten freue ich mich darüber, wieder so viel Zeit mit lieben Menschen verbracht zu haben; einige, die ich schon lange kenne und einige, die ich in diesem Jahr erst kennen gelernt habe. Von diesem Jahr werden mir viele schöne Erinnerungen im Gedächtnis bleiben: Ein bemerkenswerter Kurztrip mit meinem Freund nach Amsterdam im Frühjahr, schöne Sommertage in den Beachclubs auf Ibiza, wo man schon am frühen Nachmittag einen sitzen hatte. Die Party mit DJ Dosem im Blue Marlin war das Highlight.
Die vielen schönen vom Rum geschwängerten Stunden in unseren Lieblingsbars (IceBar und Lab 12 oder auch mal die Pacific Bar) und die vielen schönen und langen Clubnächte bis in die Morgenstunden in Köln (JackWho, Odonien, Heinz Gaul, Artheater), wo uns unsere Bekannten fragen, wie wir das überhaupt in unserem Alter durchhalten ohne Drogen (ich verrate es euch: es ist die Musik… und Jungfrauen-/Jungmännerblut).
Die sommerlichen OpenAir-Parties, besonders mit Dirty Doering am Fühlinger See und die legendäre Closing Party der GRU:NToN. Nicht zu vergessen natürlich auch der alljährliche Blücher Park und wenigstens die eine Poller Wiesen, die ich dank zweier partywütigen Freundinnen mitgenommen habe. Und ich habe wohl die geilste selbst gemachte Lasagne gegessen, die mir jemals untergekommen ist. Auch an die kulinarischen Höhepunkte werde ich mich somit lange erinnern. 🙂

symbolbild2016

Symbolbild für das persönliche 2016

Ich würde das alles nicht so sehr betonen, wenn meine persönliches Erleben dieses Jahres nicht so diametral entgegengesetzt zu der Gesamtstimmung auf der Welt stünde. Bei all den aufgezählten Gelegenheiten traf ich Menschen, die so unterschiedlich sind; weiß, schwarz, braun, Atheisten, Christen und Muslime, heterosexuell, homosexuell, transsexuell, aber im Grunde alle vereint im elektronischen Klang, wenn man es mal so ausdrücken möchte. Und ich werde niemals akzeptieren, dass jemand eine solche Gesellschaft in Frage stellt.

Und daher möchte ich euch allen danke sagen, für das interessante und schöne Jahr, in dem das Gesetz der Anziehung 😉 wieder seine Wirkung tat und mich mit Leuten zusammengeführt hat, die mein Leben bereicherten und es hoffentlich auch weiterhin tun. Und ich hoffe, dass wir zusammen durch die kommende dunkle Zeit kommen und den rückwärts gewandten Idioten jederzeit ein ordentliches „Fuck you“ ins Gesicht spucken und wenn es einfach nur dadurch ist, wie wir unser Leben leben.

Mehr bleibt nicht zu sagen und ich gebe John Oliver und der amerikanischen Bevölkerung das letzte Wort, die die derzeitige Gefühlslage am besten wiedergibt. Hoffen wir, dass die Menschen sich in nächster Zeit auf die Errungenschaften der Demokratie zurück besinnen und den Kampf aufnehmen.

Fuck you 2016! And 2017! Fuck you too! I hate you already!

GRU:NToN Open-Air Closing Party 2016

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Es war bei schwül-feuchtem Wetter in einer Augustnacht in einer kleinen Westernstadt am Arsch der Welt (Worringen). Eine Nacht, die in das kollektive Gedächtnis als die Moskito-Party eingehen wird. Es war eine der besten Parties des Jahres, auch wenn sich zu später Stunde ein Schwarzmarkt für Essbares zu etablieren begann, da neben dem Alkohol und andere Substanzen irgendwie keiner an Grillgut gedacht hatte. Aber Bier ist ja auch Brot und eine nette Frau aus Moskau hat mir einen Sesamkringel geschenkt, um wenigstens meine Crowd zu versorgen (Danke Sasha!).

Einen Teil dieser unvergesslichen Nacht hat Carsten Halm dokumentiert und sein Set auf Soundcloud gestellt. Wir hatten Spaß, die Mücken hatten eine Überdosis von allem und so kann es auch gerne im nächsten Jahr weitergehen.

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Adeline & Gustav featured im Juli mein Froschposter

Auf dem Blog ‚Adeline & Gustav‘ schreibt Dorina über Mode, Lifestyle und auch persönliches. In Ihrem Juli-Rückblick zu Produkten, Styles, Mustern und Farben findet auch mein Erdbeerfrosch-Poster einen prominenten Platz. Macht sich wohl gut bei Dorinas Terrarien. Vielen Dank auch noch mal an dieser Stelle!

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