Die Entdeckung der mittelalterlichen Stadtplanung

Sind mittelalterliche Städte natürlich gewachsen, oder gab es auch schon in der angeblich dunklen Zeit der letzten Jahrtausendwende feste geometrische Planungen? Die Dokumentation, die ich heute auf YouTube entdeckte, berichtet von den in Fachkreisen als kontrovers angesehenen Entdeckungen einer “heiligen“ Geometrie, die mit Kirche oder Dom als Ausgangspunkt viele alte Städte wie Freiburg und Speyer eine klare vorausschauende Planung gegeben haben und so der allgemeinen Vorstellungen chaotisch gewachsener Siedlungen widersprechen.

Ancient Earth Globe: Eine interaktive Reise durch die Tektonik

Mit Ancient Earth Globe kann man eine Reise durch 750 Millionen Jahre Erdgeschichte machen. Sehr interessant zu sehen, dass die Erdoberfläche im Grunde wie weiches Wachs durch die Jahrmillionen wabert.

Anhand verschiedener geschichtlich wichtiger Punkte (erste Landlebewesen, Aussterben der Dinosaurier, etc.) kann man direkt zu dem Globus springen, der das jeweilige Zeitalter repräsentiert.

Was mir aufgefallen ist, dass der indische Subkontinent geradezu mit einem Affenzahn in die eurasische Platte gerast ist, da diese Landmasse mehr Strecke zurücklegte, als der Rest drumherum. 

Das Ganze ist im Übrigen Teil eines Archivs mit Dinosaurierbildern und Fakten, die auch einiges an interessantem Material bieten.

Postkartenmotive vor 50 Jahren und heute

Vor nicht allzu langer Zeit fiel dem Fotografen Pablo Iglesias Maurer ein altes Streichholzheft auf, das auf seinem Schreibtisch lag. Oder vielmehr fiel ihm das postkartenartige Bild eines in den 1960er Jahren erbauten Resortkomplexes auf. Pablo fragte sich, wie der Ort wohl jetzt aussieht und die Antwort führte ihn dazu, eine erstaunliche Fotoserie namens „Abandoned States“ zu machen.

Das Bild hatte den Titel „Wie man einen erfolgreichen Golfplatz führt“, aber als Maurer zu dem Platz kam, wurde klar, dass der Besitzer des Penn Hills Resort dies anscheinend nicht besonders erfolgreich getan hatte. Er richtete die Kamera ungefähr an der gleichen Stelle auf das verfallende Gebäude und machte eine „5-Jahrzehnte-nachher“ -Aufnahme des Ortes.

Die Postkarten haben ihren eigenen Charakter – die Orte waren nie so schön wie sie aussehen. Ich bemühe mich oft, die beiden Bilder in eine Reihe zu bringen. Aber die Zeit verwischt den Unterschied und bringt alles in den Fokus.

Pablo Iglesias Maurer

7 Minuten Filmmaterial von New York 1911

Immer wieder faszinierend sich alte Filmaufnahmen anzuschauen und zu sehen, wie sich die Welt seit dem verändert hat. In diesem siebenminütigen Zusammenschnitt mit Aufnahmen aus New York im Jahre 1911 produziert von der Svenska Biografteatern bekommt man einen Eindruck vom Alltagsleben der Menschen vor über 100 Jahren. Dass diese Filmaufnahmen so lebensnah wirken liegt daran, dass sie auf ein natürliches Maß verlangsamt worden sind (solch alte Filmaufnahmen sind ja sonst immer etwas zu schnell aufgrund der geringen Bildrate pro Sekunde) und ebenso daran, dass sie passend nachvertont wurden.

So bearbeitet präsentiert dieses Filmmaterial eine Zeit (die ja eigentlich noch gar nicht so lange her ist), in der ausnahmslos ALLE Menschen noch Hüte trugen, die Frauen besonders große Exemplare, und in der New York sich aufmachte mit voller Dampfkraft und Elektrifizierung die große Metropole zu werden, wie wir sie heute kennen. Ebenso interessant ist zu sehen, wie chaotisch und augenscheinlich ungeregelt Fußgänger, Pferdedroschken, Straßenbahnen und diese neumodischen Automobile um die Vorherrschaft in den Straßen Manhattans zu kämpfen scheinen. Es erinnert ein bisschen an indische Großstädte der Gegenwart.

(via LikeCool)

Als David LaChapelle Mulder und Scully inszenierte

Es gab Zeiten, in denen David Duchovny noch nicht der abgfuckte Typ aus ‚Californication‘ war und Gillian Anderson noch wie sie selbst aussah. Das war in den 90ern, in einer Zeit, als die X-Files eine der erfolgreichsten Serien war, die wie keine andere das popkulturelle Unterbewusstsein ausschlachtete und urbane Mythen, Verschwörungen und UFO-Narrative zu einer paranoiageschwängerten Geschichte verschmolz.

In diesem Geist sind die Bilder des großartigen Fotografens David LaChapelle wohl zu sehen; als ein bunter Ausschnitt einer vergangenen Zeit, als die Aliens uns besuchten um mit uns zu raven, oder wenigstens das Abendprogramm zu füllen.

Wie Spinnen fliegen – Eine 110 Jahre alte Animation zeigt es

Schon 1909 nutze man die modernen Medien, um wissenschaftliche Sachverhalte zu visualisieren. Wie in diesem seltenen Beispiel einer der ersten Stop-Motion-Animationen, die zeigt, wie Spinnen sich mit ihrem Faden durch die Luft treiben lassen (ich nehme an z.B. beim Netzbau). Interessant zu sehen, dass schon so früh mit Animationen gearbeitet wurde.

Das Skateboard im Wandel der Zeit

Nie darüber nachgedacht, dass bei Skateboards auch eine Evolution der Form stattgefunden hat, aber ich habe auch zugegebenermaßen nie auf einem gestanden. Aber diese zweiteilige Kurzdoku erzählt im Schnelldurchlauf von den wichtigsten Stationen der Entwicklung durch die Jahrzehnte.

A Very Loose History Of Skateboard Shapes – Part 1 from joe pease on Vimeo.

A Very Loose History Of Skateboard Shapes – Part 2 from joe pease on Vimeo.

(via langweiledich.net)

Brexit Briefmarken

Die britische Parlamentarierin Andrea Leadsom hatte die dufte Idee, die britische Post möge doch Briefmarken herausgeben, welche den Brexit thematisch aufgreifen sollen.

Da es auch auf der Insel genügend Menschen gibt, die nicht viel vom Brexit halten, verbreiten sich gerade über Twitter unter dem Hashtag #BrexitStamps nun einige sehr humorvoll-sarkastische Entwürfe.

(via kottke.org)

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