Theodore – Kurzfilm mit ungeahnter Wendung

Keine zwei Minuten benötigt dieser Kurzflim von Tyler Falbo, um ein höchst unangenehme Welt zu präsentieren. Zumindest, wenn man ein kleiner Junge ist.

(via Like Cool)

Ein Nerd-Habitat im Maßstab 1:6

Sieht Hank Chengs Devotionalienraum irgendwie seltsam aus? Abgesehen vom sehr nerdigen Inventar? Nein?

Das Geheimnis zeigt sich wenn man Hank Chen dazu sieht.

Dieses wahnsinnig detaillierte Model im Maßstab 1:6 ist nur eines von vielen fantastischen Miniaturen, die man auf Chengs Facebook-Seite bewundern kann. Unter anderem hat er auch ein Modell des postapokalyptischen Tokios in 1:2500 gebastelt.

(via Nerd Approved)

„Der dunkle Kristall“ Actionfiguren

Hat ja nur 34 Jahre gedauert, bis zu dem einmaligen und abgefahrenen Jim Henson Werk „Der dunkle Kristall“ passende Actionfiguren herausgekommen sind. Bei einigen der sehr detailliert gearbeiteten Figuren liegen zudem auch passende Kristallsplitter bei. Wenn ich mal so um die 150 $ übrig habe, dann schnappe ich mir die gesamte Kollektion.

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(via The Awesomer)

Stranger Things – Die zielgruppenoptimierte Serie und die Kunst die richtigen Requisiten zu finden

Als Netflixnutzer habe ich natürlich die erste Staffel von ‚Stranger Things‘ schon gesehen und muss sagen, dass mir das Konzept schon gefallen hat. Ich bin skeptisch, ob die nächste, bereits angekündigte Staffel die Qualität halten kann. Für meinen Geschmack hätte man es auch dabei belassen können.

Die Serie ist auf jeden Fall ein bemerkenswertes visuelles Zitatengewitter und bedient sich enorm vieler Elemente aus Filmen um 1980 herum. Ulysse Thevenon hat sich in dem unten stehenden Video mal die Mühe gemacht, entsprechende Referenzen der Serie den Originalen gegenüber zu stellen.

References to 70-80’s movies in Stranger Things from Ulysse Thevenon on Vimeo.

Wie gesagt hat mir die Serie sehr gut gefallen, da ich auch den Filmen und Serien dieser Epoche einiges abgewinnen kann, nur habe ich einen schalen Beigeschmack bei der Sache, wenn auch nur einen minimalen. Und zwar:

Netflix nutzt das Sehverhalten seiner Abonnenten, um sein Programm den Kunden anzupassen.

2014 schrieb Martin Baumann in seinem Artikel ‚Big Data bei Netflix – diese Vorteile erhalten Zuschauer‚, wie der Streaming-Anbieter dabei vorgeht:

So zeichnet Netflix nicht nur auf, wann welcher Titel auf welchem Endgerät gestreamt wurde, sondern zum Beispiel auch, wann pausiert, vorgespult oder abgebrochen wurde. Außerdem weiß Netflix durch das Suchverhalten ihrer Kunden, welche Schauspieler, Genre etc. besonders beliebt sind.

Ein größerer Teil der Netflix-Kunden werden wohl auch Männer um die Vierzig sein, so wie ich, die in den 80ern medial sozialisert wurden. Ich liebe ‚Poltergeist‘, ‚Alien‘ und ‚Carrie‘ habe ich wahrscheinlich auch früher gesehen, als es die FSK wünschen würde. Zumindest in Westdeutschland sind wir nur getrennt durch eine leicht konvexe Glasscheibe mit amerikanischen Vorstadtkindern aufgewachsen. Und die Zielgruppe in den USA für ‚Stranger Things‘ dürfte noch um einiges größer sein. Natürlich hat das Netflix auch gesehen und eine Serie erschaffen, die zwar neben einer unbestrittenen inhaltlichen Eigenständigkeit extrem dick eingepackt ist in einen Fanservice-Overload. Teilweise, wie man im oben verlinkten Video sehen kann, sind es ja schon 1:1 Übernahmen von Settings, Kameraeinstellungen und Ausleuchtung, so dass man bei dieser Serie schon fast von einem Remix sprechen könnte.

Ich kann das akzeptieren, als eine Art „proof of concept“, dass man eine erfolgreiche Serie machen kann, in dem man gezielt die Wünsche und Sehgewohnheiten einer Zielgruppe triggert. Nur kann das, wenn es gut funktioniert, dazu führen, dass in Zukunft verstärkt bei der Produktion von Serien darauf geachtet wird bestimmte Elemente aufzunehmen, um eine Zielgruppe zu bedienen. Das könnte Film- und Serienproduktionen hervorbringen, die so perfekt zugeschnitten, wie auch vorhersagbar sind. Und die Menschen der jeweiligen Zielgruppen halten sich nun mal gerne an altbekanntes und werden das Angebot dankbar annehmen.

Zugegeben, Netflix kann auch anders. Serien wie z.B. ‚Better Call Saul‘, oder ‚Bojack Horseman‘ zeigen, wie viel Innovationskraft bzw. auch ein Händchen für zugekaufte Serien bei diesem Anbieter vorhanden sind und man Formate zu sehen bekommt, mit denen man nicht gerechnet hätte. In ‚Stranger Things‘ sehe ich zum ersten Mal jedoch diesen Testballon, eine Serie aus den Big-Data-Analysen zu kreieren, um zu sehen, ob es funktioniert. Dafür hat man hier aber auch nichts dem Zufall überlassen. In den Kommentaren zu dem obigen Video antwortet jemand auf die Frage, ob man noch mehr Referenzen gefunden hat:

You missed my favorite one. Watch Episode 7. They duplicate the kitchen almost exactly from Poltergeist. The shot composition is identical to the shot where Diane Freeling goes into the kitchen and comes back to find the chairs stacked. Even the chairs around the table are exactly the same, both the style and the number of chairs. Jumped out at me immediately!

Was mich zu der wirklich gelungenen Ausstattung führt. Menschen bei Film und Fernsehen, die sich anständig um die Requisite kümmern haben sowieso meine vollste Bewunderung. Den Sets einer Serie die Anmutung der Authentizität zu geben, besonders, wenn in einer anderen Ära befindlich, ist bestimmt kein leichtes Unterfangen. Daher möchte ich noch auf den Wired Artikel ‚The Stories Behind Stranger Things’ Retro ’80s Props‚ verweisen, in dem die Arbeit von Lynda Reiss, der verantwortlichen Prop Master…in(?), Mistress(?)… der Requisitenverantwortlichen beleuchtet wird und wie sie auch bei den eher nebensächlichen Objekten auf Authentizität achtete.

Nachtrag

Auch sehr lesenswert ist Sarah Gless‘ Artikel ‚The Typograpy of ‚Stranger Things“ über die Schriftauswahl für den Vorspann, ebenfalls fest verwurzelt im Stil der 80er.

Melisandre sprengt eine Baby-Party

Melisandre, Priesterin des roten Gottes, hat es nicht leicht, sich mit ihrer Sicht der Welt auf so etwas Banales wie eine Baby-Shower-Party einzulassen. Vielleicht eine Meisterin dunkler Mächte, jedoch nicht geübt im harmlosen Small-Talk. Because the night is dark and full of terrors.

(via Laughing Squid)

So You’ve Grown Attached – Wenn imaginäre Freunde Abschied nehmen müssen

Kate Tsang hat mit diesem Kurzfilm ein konzeptionell stimmige Geschichte von einem heranwachsenden Mädchen und ihrem imaginären Freund inszeniert. Schön umgesetzt mit viel Liebe zum Detail.

So You’ve Grown Attached from Kate Tsang on Vimeo.

Polygontier-Motiv 13 – Das Einhorn

So oft nachgefragt, da kam ich dann doch nicht umhin, endlich mal für die Polygontier-Poster das beliebte Fabeltier umzusetzen. Das dreizehnte Motiv aus der Reihe ist dem Einhorn gewidmet und nun im Posterlounge-Shop erhältlich. Ich hoffe es gefällt euch.

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Cepharthropoda – Illustrierte Hybridwesen als animierte Gifs

Unter dem Titel Cephartropoda hat Vladimir Stankovic an biologische Schautafeln erinnernde Übersichten illustriert, die eine unangenehme Verschmelzung aus Kraken und Spinnentieren zeigt. Dass diese Motive dabei auch noch animierte Gifs sind macht das Ganze nicht besser. Trotz des Ekelfaktors, mal wieder sehr schön umgesetzt.

cepharthropoda

‚Game of Thrones‘-Analyse: Abweichende Handlung zwischen Buchvorlage und TV-Serie

Mit der fünften Staffel von ‚Game of Thrones‘ verabschiedet sich die Fernsehserie langsam von der Buchvorlage ‚Das Lied von Eis und Feuer‘, was wohl bedeutet, dass in Zukunft die Protagonisten in anderen Zusammenhängen sterben, was sie ja erfahrungsgemäß alle irgendwann tun (Valar morghulis und so). Wie genau es sich mit den Handlungsverläufen und Abweichungen verhält lässt sich in dieser informativen tabellarischen Übersicht einsehen.

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(via Sploid)

The world has lost one of its brightest, sharpest minds – R.I.P. Terry Pratchett

Das Herz ist mir schwer, denn am heutigen Tag starb Sir Terry Pratchett. Es mag größere Literaten auf dieser Welt geben und gegeben haben, aber auf meine Leseerfahrung hatte er wohl größeren Einfluss gehabt, als irgend jemand sonst.

48 seiner Bücher stehen in meinem Regal, die meisten in deutscher Übersetzung von Andreas Brandhorst, die späteren in Englisch und die neuesten Romane der letzten Jahre, die aufgrund ihrer stilistischen und inhaltlichen Qualität, gemischte Reaktionen beim Publikum hervorriefen, habe ich nicht mehr gekauft. Der letzte Roman, den ich las, war ‚Snuff‘ (‚Steife Prise‘), die letzte Geschichte jedoch, die mich wirklich berührte war ‚I shall wear midnight‘ (‚Das Mitternachtskleid‘), der vierte und letzte Teil der Geschichten um die heranwachsende Junghexe Tiffany Aching.

Ich erinnere mich, dass ein Rezensent auf Amazon schrieb, dass Terry Pratchett sich in gewisser Weise bereits mit diesem Roman von seinen Lesern verabschiedete. Zum Erscheinungszeitpunkt im Jahre 2010, lebte er bereits zwei Jahre mit der Alzheimerdiagnose, von der er sich nicht abhalten ließ, weiter seiner Tätigkeit als Schriftsteller nachzugehen und nicht den Humor zu verlieren. Er unterstützte derweil auch die medizinische Forschung auf diesem Gebiet und wäre sogar bereit gewesen einen Maulwurfshintern zu essen, wenn es denn gegen die Krankheit helfe würde, wie er zitiert wird.

Die Diagnose machte ihn aber auch zu einem prominenten Fürsprecher der Sterbehilfe bzw. des selbstbestimmten Sterbens, eine Option, die er nicht in Anspruch nahm, als er heute im Kreise seiner Familie und seiner bei ihm schlafenden Katze verstarb. Weiterlesen