McMansion Hell: Geschmacklose Suburb-Architektur auseinandergenommen

Eine Mansion, zu deutsch in etwa Villa, ist die Idealbehausung des amerikanischen Traums. Ein großes repräsentatives Haus, dass auch nach außen zeigen soll, dass man „es geschafft hat“. Manche Menschen (hier hauptsächlich Amerikaner) übertreiben bei dieser Sache aber auch etwas, was oft damit zusammenhängt, das beim Hausbau oft zu viel Geld mit zu wenig Geschmack in Verbindung kommen.

Die architekturbegeisterte Bloggerin (oder bloggende Architektin) Kate Wagner, hat diese Art der Architektur McMansion genannt und entsprechende Kriterien herausgearbeitet, ab wann ein Haus diese erfüllt. Alles, was für eine durchschnittliche amerikanische Familie mit 2.5 Kindern als überflüssig angesehen werden kann, sind die Grundlagen für die Definition einer McMansion. Das heißt konkret: Mehr als 280 m² Grundfläche, fünf oder mehr Schlafzimmer,  drei oder mehr Badezimmer und eine Garage für drei Autos.

Doch das wichtigste ist das äußere Erscheinungsbild dieser Architektur-Gräuel. Absurde Stilmixe, unpassende Materialien, unnötiger Stuck und viel zu viele Giebel, lassen Kate Wagner keine Ruhe und mit viel Humor nimmt sie alle zwei Wochen auf ihrem Blog „McMansion Hell“ die hässlichsten Häuser der Welt von oben bis unten unter die Lupe und gibt gleichzeitig einen Einblick, was gute Architektur und gutes Design von den vorgestellten Abstrusitäten unterscheidet.

32 KM – Ein Damm wird zum Kunstprojekt

Der niederländische Abschlussdeich, der mit seiner Länge von 32 Kilometern das IJsselmeer von der Nordsee abtrennt und so verhindert, dass die Niederlande absaufen, ist an sich schon ein beeindruckendes Monument menschlicher Schaffenskraft.

Um dieses Bauwerk eine angemessene Würdigung zukommen zu lassen und den Menschen die Besonderheit seiner Existenz bewusster zu machen, hat das niederländische Designlab Studio Roosegaarde auf dem Damm ein dreiteiliges Kunst/Design-Projekt realisiert.

Der erste Teil sind die „Gates of Light“, eine Installation von reflektierenden Konturen, die die Bauwerke der Lorentz Schleusen durch von hindurchfahrenden Autos auf der Autobahn 7 illuminieren und dadurch ihre typische Architektur der 30er Jahre hervorheben.

Die zweite Station „Glowing Nature“ ist ein Boden gefüllt mit bioluminiszenten Algen, welche Besucher mit ihrem ganzen Körper austesten können.

Zuletzt folgt „Windvogel“, Windrachen, die an grün leuchtenden, stromgenerierenden Kabeln hängen (bis zu 100 kW) und nachts wirken, als ob es sich um frei schwebende leuchtende Bögen handelt.

Insgesamt ein sehr schönes Projekt, welches dem Damm eine weitere künstlerische Dimension gibt, über seine lebenswichtige und infrastrukturelle Komponente hinaus.

Das Time Magazine Cover erstellt mit Drohnen

Für die jüngste Ausgabe des Time Magazins mit dem Schwerpunkt auf Drohnentechnologie haben sich die Kreativen ein beeindruckendes Coverbild ausgedacht. 958 rot und weiß leuchtende Drohnen bildeten in eine 100 Meter hohe Abbildung des charakteristischen rotweißen Rahmen mit dem Schriftzug TIME vor einem Abendhimmel.

Sowas macht man natürlich nicht mal eben so. Daher erläutern die Macher auch in einem entsprechenden Making-Of noch einmal die Herausforderungen bei dieser Cover-Gestaltung.

Das Skateboard im Wandel der Zeit

Nie darüber nachgedacht, dass bei Skateboards auch eine Evolution der Form stattgefunden hat, aber ich habe auch zugegebenermaßen nie auf einem gestanden. Aber diese zweiteilige Kurzdoku erzählt im Schnelldurchlauf von den wichtigsten Stationen der Entwicklung durch die Jahrzehnte.

A Very Loose History Of Skateboard Shapes – Part 1 from joe pease on Vimeo.

A Very Loose History Of Skateboard Shapes – Part 2 from joe pease on Vimeo.

(via langweiledich.net)

Emoji-Skulpturen

3D-Artist Ben Fearnley (Behance Ι Website) hat Emojis als Vorlage genommen, um eine Serie von klassischen Skulpturen mit den allseits bekannten Gesichtern zu erstellen. Leider sind es „nur“ 3D-Renderings, wobei ich aber denke, dass es durchaus einen Markt für solche Skulpturen als Accessoire für das eigene Zuhause gäbe. Kommt ja vielleicht noch.

Brexit Briefmarken

Die britische Parlamentarierin Andrea Leadsom hatte die dufte Idee, die britische Post möge doch Briefmarken herausgeben, welche den Brexit thematisch aufgreifen sollen.

Da es auch auf der Insel genügend Menschen gibt, die nicht viel vom Brexit halten, verbreiten sich gerade über Twitter unter dem Hashtag #BrexitStamps nun einige sehr humorvoll-sarkastische Entwürfe.

(via kottke.org)

Der Zweck heiligt die Mittel – Los Angeles sucht Grafikdesigner

Die Stadt Los Angeles ist auf der Suche nach Grafikdesignern und das mit einer Anzeige, die jedem, der nur entfernt einen ästhetischen Anspruch hat, die Tränen in die Augen treibt.

Ja es sieht furchtbar aus, aber meines Erachtens ist gerade das Grafikdesign richtig eingesetzt, um die entsprechende Aufmerksamkeit zu generieren.

 

2001 auf dem Laufsteg – Undercovers Herrenkollektion AW18

Für die Herbst-/Winter-Kollektion 2018 des japanischen Modelabels Undercover ließ sich Jun Takahashi von den visuellen Eindrücken des Filmklassikers „2001 – Odysee im Weltraum“ inspirieren.

Neben einer Umhängetasche im HAL-9000-Design wurden viele Elemente aus Kubricks visionärem Werk in die (oftmals etwas fragwürdigen) Kleidungstücke übertragen. Neben Fullprints diverser Filmbilder auf Sweatshirts übernahm Takahashi auch typographische Elemente der Computer als Aufdrucke und lehnte einige Kleidungsstücke in ihrer Erscheinung an die Astronautenanzügen der Discovery an.

Dazed hat eine ausführlicher Bildstrecke zu der Show vom Laufsteg in Florenz.

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