Historische Katzenrüstungen

Zumindest, wenn Katzen in der Geschichte der Menschheit jemals mit in die Kämpfe gezogen wären, könnte man diese Skulpturen von Jeff de Boer als historisch verkaufen. So bleiben es auf jeden Fall fantasievolle Kampfrüstungen für Katzen, die verschiedenen Stile in sich vereinen, bei denen man sich in die wildesten Geschichten über feline Kriegshelden in der Geschichte hinein imaginieren kann.

Neben Katzenrüstungen arbeitet der Künstler auch an entsprechenden Panzerungen für Hunde und sogar eine Mauserüstung im Samurai-Tudorstil kann man auf seiner Facebook-Seite erspähen:

(via Geeks are Sexy)

Sex Education – Frühlings Erwachen zwischen Röhrenfernseher und Cybermobbing

„Sex Education“, die kürzlich auf Netflix veröffentlichte erste Staffel der britischen Serie, hat aus absehbaren Gründen schon einige Reviews bekommen.

Der Plot ist schnell erklärt: der verklemmte 16-jährige Otis (Asa Butterfield) hadert mit seiner Jungfräulichkeit und seiner traumabedingten Unfähigkeit zur Masturbation, während ihn seine Mutter Jean (Gillian Anderson), ihres Zeichens Sexualtherapeutin mit ihrer ständigen Übergriffigkeit und Psychoanalysen auf die Nerven geht. Da Otis aber seit frühester Kindheit das mütterliche Fachwissen absorbiert hat, kommt er durch Zufall dazu mit dem Schulbully Adam in einer improvisierten Sitzung über dessen sexuellen Sorgen zu sprechen und ihm so auch noch eine Viagra-induzierte Dauererektion weg zu therapieren. Otis und seine Schulkollegin Maeve entdecken darin die Möglichkeit eines regelmäßigen Taschengeldes, wenn sie beginnen die Paar- und Sexprobleme ihrer Mitschüler zu lösen.

Das ist alles anfangs entsprechend einer Teeniekomödie sehr klischeeartig erzählt, aber im Laufe der Handlung bekommen die Haupt- und Nebencharaktere ausreichend Tiefe und Komplexität, dass man sich für sie interessiert. Des weiteren ist die Serie auch einfach amüsant und gut gespielt und bildet in ihren Charakteren den zeitgenössischen Stand der heutigen Lebensentwürfe ab; seien es die lesbischen Eltern des Sport-As, der schwule beste Freund oder einfach auch genderfluide Spielereien. Ebenso geht sie auf die Sorgen und Nöte der Heranwachsenden ein, wie man es von einer Serie im Jahr 2019 mindestens erwarten kann. Erpressung mit Fotos, die beim Sexting verschickt wurden, feministische Eigenermächtigung, sowie die Wichtigkeit einer offenen Kommunikation in einer Partnerschaft sind Themen die unter anderem verhandelt werden. Das ganze bei weitem nicht so offensiv und schockierend, wie es die Promo teils weismachen will, aber auf einem guten Level der Aufgeklärtheit.

Nur – und das ist, warum ich überhaupt darüber schreiben wollte – ist diese Serie mal wieder ein typisches Netflix-Produkt, wie ich es auch schon bei „Stranger Things“ angemerkt hatte. Auch „Sex Education“ bedient eine Nostalgie, die in diesem Fall aber sehr irritierend daher kommt. Weiterlesen

Microsofts Vision für 2019… von 2009

Ist das schon Retrofuturismus oder einfach nur enttäuschend, dass nichts davon in den letzten zehn Jahren so entwickelt wurde? Das einzige, was Microsoft hier wahrscheinlich korrekt für 2019 vorhersagt, sind klappbare Smartphone-Displays. Auf modulare Displays können wir wahrscheinlich noch einmal 10 Jahre warten. Und ob diese Geräte dann von Microsoft sein werden ist eher unwahrscheinlich. Alles andere wird wohl auch über 2029 hinaus erstmal Wunschtraum bleiben.

Unanständiger Weihnachtsbaumschmuck für Leute, die Weihnachten hassen

Weihnachten ist ja nicht für jeden was. Wenn man aber gezwungenermaßen mit einem Baum in der eigenen Wohnung konfrontiert ist, gibt es zumindest die Möglichkeit seinen Unmut über entsprechend gestaltete Weihnachts-Ornamente kund zu tun, oder wenigstens ein paar unanständige Kraftausdrücke unterzubringen.

Weitere schöne Fundstücke aus diversen Etsy-Stores hat Sad And Useless zusammengetragen.

Illustrator interpretiert Alltagsgegenstände als Raumschiffe

Als kreative Person findet man ja manchmal Inspiration in den banalsten Dingen. So auch Eric Geusz, der Haushaltsgegenstände illustrativ in sehr coole Raumschiffe umwandelt.

I have always had a huge passion for drawing and designing things since my childhood days of hot glue and legos.

 

Ich werde ihm auf jeden Fall mal auf Instagram folgen. Scheint ja recht produktiv zu sein, der Mann.

(via Design You Trust)

Mode direkt aus einem postapokalyptischen 22. Jahrhundert

Ich schreibe ja echt nicht oft über Mode, da es mir im Grunde zu oberflächlich ist, außer es ist irgendwie mit Technik oder anderen meiner Themengebiete verquickt. Aber von den Kreationen des bulgarischen Labels Demobaza bin ich doch sehr angetan.

Das Designerduo Demo und Toro, das bereits seit 2008 zusammen arbeitet, brachte 2012 ihre erste Sommerkollektion heraus. Seit dem folgen sie immer der Idee der futuristischen Dekonstruktion bestehender Elemente. Als Ausgangspunkt ihrer Arbeiten steht oft die Uniform, welche neu interpretiert auch die Lebensrealität ihrer Heimat reflektiert; den Beton, den Wald und den sozialistischen Geist.

In der Gegenwart des Jahres 2018 eher untragbar für Normcore-Menschen, die wir meisten ja sind, wirken die Kollektionen wie aus postapokalyptischen und/oder Cyberpunk-Filmen. Neben der Extravaganz hält mich leider auch der Preis einzelner Teile davon ab, auch nur über den Erwerb nachzudenken. Aber alles in allem sehr interessante Stücke dabei unter anderem auch Rucksäcke und abgefahrene Schuhe. Hier ein paar Eindrücke aus verschiedenen Kollektionen:

McMansion Hell: Geschmacklose Suburb-Architektur auseinandergenommen

Eine Mansion, zu deutsch in etwa Villa, ist die Idealbehausung des amerikanischen Traums. Ein großes repräsentatives Haus, dass auch nach außen zeigen soll, dass man „es geschafft hat“. Manche Menschen (hier hauptsächlich Amerikaner) übertreiben bei dieser Sache aber auch etwas, was oft damit zusammenhängt, das beim Hausbau oft zu viel Geld mit zu wenig Geschmack in Verbindung kommen.

Die architekturbegeisterte Bloggerin (oder bloggende Architektin) Kate Wagner, hat diese Art der Architektur McMansion genannt und entsprechende Kriterien herausgearbeitet, ab wann ein Haus diese erfüllt. Alles, was für eine durchschnittliche amerikanische Familie mit 2.5 Kindern als überflüssig angesehen werden kann, sind die Grundlagen für die Definition einer McMansion. Das heißt konkret: Mehr als 280 m² Grundfläche, fünf oder mehr Schlafzimmer,  drei oder mehr Badezimmer und eine Garage für drei Autos.

Doch das wichtigste ist das äußere Erscheinungsbild dieser Architektur-Gräuel. Absurde Stilmixe, unpassende Materialien, unnötiger Stuck und viel zu viele Giebel, lassen Kate Wagner keine Ruhe und mit viel Humor nimmt sie alle zwei Wochen auf ihrem Blog „McMansion Hell“ die hässlichsten Häuser der Welt von oben bis unten unter die Lupe und gibt gleichzeitig einen Einblick, was gute Architektur und gutes Design von den vorgestellten Abstrusitäten unterscheidet.

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