Cluster – Eine audiovisuelle Installation

Cluster ist eine immersive audiovisuelle standortspezifische Installation, die die Beziehungen zwischen Raum, Zeit und Wahrnehmung untersucht. Die geometrische Schematisierung der Architektur mit Lichtinstrumenten verwandelt den Raum in einen Container für die abstrakte Sprache von Licht und Ton.

Der audiovisuelle Diskurs, der in Echtzeit mit Hilfe von Software des audiovisuellen Forschungsstudios Playmodes aus Barcelona erstellt wurde, untersucht die Möglichkeiten formaler Cluster von Oszillatoren, die auf die Kontrolle von Licht, Klang und Atonalität an die Grenzen der synästhetischen Wahrnehmung angewendet werden.

Warum einige der Besucher in dieser Installation vergeistigt zu dem Geschrabbel herumtanzen, als ob sie auf einem Hippie-Open-Air sind, wird wohl ein Rätsel bleiben.

Cluster @ MIRA Festival. Barcelona 2016 from Playmodes on Vimeo.

„It is just amazing having this much sarcasm in one place“ – Banksys Dismaland eröffnet in Weston-super-Mare

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Angelegt wie eine postapokalyptische Version von Disneyland, bietet Banksys neues Großprojekt ‚Dismaland‚ 58 zeitgenössischen Künstlern die Möglichkeit ihr Statement zum Zustand der Welt abzugeben. Dismal, zu deutsch düster, bietet sich dieses Areal dem Besucher, im britischen Badeort Westin-super-Mare. Es finden sich viele der typischen Attraktionen, der in diesem Teil von England so häufig vorkommenden kleinen Freizeitparks: Eine Minigolfanlage, eine Modellstadtanlage, und ein Prinzessinnenschloss, jedoch alles mit einem sarkastischen Blick, wo der Spaß dann vielleicht doch mal auf der Strecke bleibt.

Bis zum 27. September hat man die Möglichkeit sich diese einzigartige Konzentration moderner Kunst für 3 £ anzuschauen

Channel 4 hat zu dieser einmaligen Ausstellung einen kleinen Bericht erstellt:

Ebenso hat der Guardian einen ausführlichen Bericht.

Crowdfunding für das nächste Kölner ‚City Leaks Festival‘ ist gestartet

Bald (01. bis 20. September) ist es wieder Zeit für das City Leaks Festival in Köln. Es ist noch viel zu tun und das Projekt benötigt finanzielle Unterstützung, damit es auch dieses Jahr wieder eine kulturelle Perle für die Stadt werden kann. Daher spendet auf bei startnext für die Realisierung dieser in jeder Hinsicht lohnenswerten Biennale.

City Leaks – Crowdfunding from Simon Says Media on Vimeo.

ART.FAIR 2014 Nachbericht

Nun ist die ART.FAIR 2014 auch schon wieder gelaufen. Normalerweise war es in den letzten Jahren immer ein Termin, auf den ich mich eigentlich gefreut habe, doch dieses Jahr bleibt ein schaler Nachgeschmack.

Auch wenn die Veranstaltung nun vom Staatenhaus direkt in die Messe Köln umgezogen ist, hat das nicht unbedingt zur Diversifizierung des Angebots beigetragen. Natürlich sind jedes Jahr ein großer Anteil immer derselben Galerien vertreten, was grundsätzlich ja nicht schlecht ist, jedoch ließ die Veranstaltung dieses Mal den einen oder anderen Wow-Moment vermissen, den es in den letzten Jahren schon des Öfteren gab.

Nur wenig ist übrig geblieben von den jungen, urbanen und abgedrehten Galerien, die mal außer der Reihe Künstler präsentiert haben. Mittlerweile gleicht das Ganze eher einer Mini-Art-Cologne, auch was das Publikum angeht. Nur der sogenannte BLOOOM-Messeteil, der vielleicht 20 % der Gesamtmesse ausmacht ist ein Hoffnungsschimmer.

Nichtsdestotrotz möchte ich euch einige Impressionen nicht vorenthalten. Mit ein wenig Glück habe ich auch semi-journalistisch, wie ich so bin, auch Informationen zu einigen der Künstler verlinkt.

Der Stand, der noch am meisten an die besseren Tage der ART.FAIR erinnerte war der der Artscouting-Gallery. Viele hübsche Exponate, die ich durchgehend ALLE zuhause hingestellt hätte (und wie aus meinem letztjährigen Nachbericht bekannt, ist dies ja das einzige Kriterium, wonach ich ART.FAIR-Kunst beurteile).

Werke von COARSE, John Trashkowsky, Amanda Visell hat diese Galerie unter ihre Fittiche genommen und damit einen der interessantesten Stände dieses Jahres gehabt.

Auch lokale Größen, wie das Arty Farty und Die Kunstagentin waren mit einigen Exponaten vertreten. Besonders angetan haben es mir als Dioramenfan die Plexiglaskugeln des Künstlers Orilo Blandini, über den man so gut wie nichts konkretes im Netz findet.

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Auch Güldenes geht immer…

… sowie Nacktes.

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Interessant war auch diese Installation des Künstlers Benedikt Braun vertreten durch die Galerie Eigenheim: Der gehörnte Kasten spuckte im Minutentakt jeweils einen Cent aus. Ich bemerkte dem Galeriemitarbeiter gegenüber, dass dies wohl kein geeignetes Kunstobjekt für das heimische Wohnzimmer ist, da es ja doch einige Arbeit macht abends das Geld zurück in die Box zu packen.

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Natürlich ist Kapitalismus- und Konsumkritik ein immer gern bemühtes Thema für die Kunst, was man auch an einigen der Kunstwerke ablesen konnte.

Der einzige, der aber auf dieser Messe von mir Geld bekommen hat, war der Inhaber des Kunstkaufhaus Ost, der eine Menge witziger Stücke im Repertoire hatte. Ihm kaufte ich für jeweils 1,50 € zwei Postkarten ab.

Mit einem Gemälde auf dieser Messe hatte ich auf jeden Fall eine besondere Begegnung und zwar dieses:

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Ich dachte direkt, ‚Hm, das sieht aber verdächtig nach einer KVB-Bahn aus, was man da sieht.‘. Und so war es auch um so witziger, dass dieses Bild ausgerechnet ‚Linie 13‘ heißt, weil dies die Bahn ist, die ich seit Anfang Oktober am meisten benutze, da ich nun in Lindenthal arbeite. Das Bild ist von dem Iraner Alireza Varzandeh, der ab Ende der 80er in Köln Grafik und Malerei studierte. Auf dieser Messe wurde er durch die Galerie Barbara von Stechow vertreten.

Zum Schluss noch ein Sammelsurium an Einzelimpressionen:

 

Ein Gebäude als Luftreiniger

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Anlässlich der Milan Expo 2015 baut das Gastgeberlandes Italien einen Pavillon, dessen Betonfassade mit einem Gemisch aus Titandioxid versehen ist, welche unter Einstrahlung des Sonnenlichts (UV-Licht) mit Stickstoffdioxid aus der Umgebungsluft reagiert und so im Prozess der photokatalytischen Selbstreinigung die Luft säubert.

(via engadget)

Jordan Wolfsons Dancer from the Uncanny Valley

Der provokative Crossmedia-Künstler Jordon Wolfson hat anlässlich einer Ausstellung in der New Yorker Galerie David Zwirner zusammen mit einem Special FX Studio aus Hollywood eine Animatronic-Pole-Tänzerin der seltsamen Art entwickelt. Hinterlässt auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck. :-/

Presented here for the first time, Wolfson’s animatronic sculpture combines film, installation, and performance in the figure of a curvaceous, scantily clad woman covered in dirt marks and wearing a witch mask. Unlike the artist’s two-dimensional subjects, this life-size character was developed in close collaboration with a special effects studio in California used by major Hollywood productions. The woman can be encountered on a one-on-one basis in a mirrored room in the gallery, creating a different kind of viewing experience that intensifies the importance of the gaze found throughout Wolfson’s work.

Surrealismus und Hirnwellen

Im Centraal Museum Utrecht findet derzeit eine Ausstellung zum Thema Surrealismus statt und ein interessantes Feature ist der Braintrip, bei dem man sich als Besucher mittels eines EEG-Meßgerätes seinen eigenen surrealen Film anschauen kann. Das Bildmaterial des Braintrips wird immer dem Zustand des Zuschauers angepasst; ist man konzentriert, bleiben die Bilder des Videos eher real, aber wenn das Gehirn ermüdet und anfängt abzuschweifen wird es surreal.

Casevideo: Breinreis from Rhinofly on Vimeo.

Metropolis II-Installation von Chris Burden

Die Idee der mobilen Stadt, der Autostadt, mit Schussfahrten und Stau. Konstruiert von Chris Burden. Zur Zeit im Los Angeles Museum of Art zu sehen.

Metropolis II (The Movie) from Supermarché: Henry & Rel on Vimeo.

Mini Museum für den Schreibtisch

Die Idee ist einfach zu großartig in ihrer Winzigkeit. Hans Fex hat das Mini Museum erfunden, dass es in drei Größenausführungen gibt. Diese beinhalten in Acrylharz gegossen interessante kleine Artefakte aus der naturhistorischen Geschichte, wie Splitter von einem Triceratops-Horn, Palmenreste aus der Antarktis oder Meteroitensplitter, aber auch z.B. Folienstückchen aus der Apollo-11-Mission.

Wenn ich nicht gerade mein Geld ein bisschen zusammenhalten müsste, würde ich mir eines bei kickstarter sichern.

Laserreflektionen – Power of one #point

Der Medienkünstler Shohei Fujimoto hat für eine Ausstellung vierzig halbdurchlässige Spiegel auf vierzig Elektromotoren installiert, die sich aufgrund nicht näher durchschaubarer Variablen und Rückkoppelungen drehen. Das Ganze wird seitlich von einem weißen Laser angestrahlt und das Ergebnis sieht ganz funky aus.

power of one #point from Shohei FUJIMOTO on Vimeo.

Filming by Taku Okamoto