Alle Gebäude der USA in einer Karte

Mithilfe von Unmengen an Kartenmaterial und einem neuralen Netzwerk zur Analyse dieses Materials, haben Ingenieure bei Microsoft eine Karte der USA erstellt, in der jedes Bauwerk sozusagen schwarz auf weiß abgebildet ist.

Durch das Weglassen von Details und die reine Konzentration auf nur bebaute Flächen kann man die Strukturen von Städten in ihrer Entwicklung und Dichtegraden sehr gut nachvollziehen, ebenso, wo sie aufgrund natürlicher Begebenheiten im Wachstum gehemmt wurden oder sich an bestehenden Strukturen anpassen mussten.

Why did we make such a thing? We did it as an opportunity for you to connect with the country’s cities and explore them in detail. To find the familiar, and to discover the unfamiliar.

(via New York Times)

Infografik zu Manattans Skyline im Wandel von 1920 bis 2020

Manhattan wächst seit Anfang des 20. Jahrhunderts in die Höhe. Beschleunigt wurde dies einerseits durch das begrenze Platzangebot, sowie neuen Technologien in der Architektur, wie zum Beispiel Stahlträgerkonstruktionen.

Wie sich dies seit 1920 auf die Skyline der Stadt ausgewirkt hat lässt sich anschaulich an der unten stehenden Grafik ablesen. Interessant zu sehen ist besonders, was gegenwärtig in New York geplant ist. Die Grafik um das Jahr 2020 sieht wesentlich mehr neue Bauten vor, als viele Jahre davor. Dank modernen Erkenntnissen aus der Materialforschung werden die Hochhäuser zunehmend dünner, so dass sie wie Bleistifte aus ihrer Umgebung herausragen.

(via ArchDaily)

Die Entdeckung der mittelalterlichen Stadtplanung

Sind mittelalterliche Städte natürlich gewachsen, oder gab es auch schon in der angeblich dunklen Zeit der letzten Jahrtausendwende feste geometrische Planungen? Die Dokumentation, die ich heute auf YouTube entdeckte, berichtet von den in Fachkreisen als kontrovers angesehenen Entdeckungen einer “heiligen“ Geometrie, die mit Kirche oder Dom als Ausgangspunkt viele alte Städte wie Freiburg und Speyer eine klare vorausschauende Planung gegeben haben und so der allgemeinen Vorstellungen chaotisch gewachsener Siedlungen widersprechen.

Postkartenmotive vor 50 Jahren und heute

Vor nicht allzu langer Zeit fiel dem Fotografen Pablo Iglesias Maurer ein altes Streichholzheft auf, das auf seinem Schreibtisch lag. Oder vielmehr fiel ihm das postkartenartige Bild eines in den 1960er Jahren erbauten Resortkomplexes auf. Pablo fragte sich, wie der Ort wohl jetzt aussieht und die Antwort führte ihn dazu, eine erstaunliche Fotoserie namens „Abandoned States“ zu machen.

Das Bild hatte den Titel „Wie man einen erfolgreichen Golfplatz führt“, aber als Maurer zu dem Platz kam, wurde klar, dass der Besitzer des Penn Hills Resort dies anscheinend nicht besonders erfolgreich getan hatte. Er richtete die Kamera ungefähr an der gleichen Stelle auf das verfallende Gebäude und machte eine „5-Jahrzehnte-nachher“ -Aufnahme des Ortes.

Die Postkarten haben ihren eigenen Charakter – die Orte waren nie so schön wie sie aussehen. Ich bemühe mich oft, die beiden Bilder in eine Reihe zu bringen. Aber die Zeit verwischt den Unterschied und bringt alles in den Fokus.

Pablo Iglesias Maurer

McMansion Hell: Geschmacklose Suburb-Architektur auseinandergenommen

Eine Mansion, zu deutsch in etwa Villa, ist die Idealbehausung des amerikanischen Traums. Ein großes repräsentatives Haus, dass auch nach außen zeigen soll, dass man „es geschafft hat“. Manche Menschen (hier hauptsächlich Amerikaner) übertreiben bei dieser Sache aber auch etwas, was oft damit zusammenhängt, das beim Hausbau oft zu viel Geld mit zu wenig Geschmack in Verbindung kommen.

Die architekturbegeisterte Bloggerin (oder bloggende Architektin) Kate Wagner, hat diese Art der Architektur McMansion genannt und entsprechende Kriterien herausgearbeitet, ab wann ein Haus diese erfüllt. Alles, was für eine durchschnittliche amerikanische Familie mit 2.5 Kindern als überflüssig angesehen werden kann, sind die Grundlagen für die Definition einer McMansion. Das heißt konkret: Mehr als 280 m² Grundfläche, fünf oder mehr Schlafzimmer,  drei oder mehr Badezimmer und eine Garage für drei Autos.

Doch das wichtigste ist das äußere Erscheinungsbild dieser Architektur-Gräuel. Absurde Stilmixe, unpassende Materialien, unnötiger Stuck und viel zu viele Giebel, lassen Kate Wagner keine Ruhe und mit viel Humor nimmt sie alle zwei Wochen auf ihrem Blog „McMansion Hell“ die hässlichsten Häuser der Welt von oben bis unten unter die Lupe und gibt gleichzeitig einen Einblick, was gute Architektur und gutes Design von den vorgestellten Abstrusitäten unterscheidet.

32 KM – Ein Damm wird zum Kunstprojekt

Der niederländische Abschlussdeich, der mit seiner Länge von 32 Kilometern das IJsselmeer von der Nordsee abtrennt und so verhindert, dass die Niederlande absaufen, ist an sich schon ein beeindruckendes Monument menschlicher Schaffenskraft.

Um dieses Bauwerk eine angemessene Würdigung zukommen zu lassen und den Menschen die Besonderheit seiner Existenz bewusster zu machen, hat das niederländische Designlab Studio Roosegaarde auf dem Damm ein dreiteiliges Kunst/Design-Projekt realisiert.

Der erste Teil sind die „Gates of Light“, eine Installation von reflektierenden Konturen, die die Bauwerke der Lorentz Schleusen durch von hindurchfahrenden Autos auf der Autobahn 7 illuminieren und dadurch ihre typische Architektur der 30er Jahre hervorheben.

Die zweite Station „Glowing Nature“ ist ein Boden gefüllt mit bioluminiszenten Algen, welche Besucher mit ihrem ganzen Körper austesten können.

Zuletzt folgt „Windvogel“, Windrachen, die an grün leuchtenden, stromgenerierenden Kabeln hängen (bis zu 100 kW) und nachts wirken, als ob es sich um frei schwebende leuchtende Bögen handelt.

Insgesamt ein sehr schönes Projekt, welches dem Damm eine weitere künstlerische Dimension gibt, über seine lebenswichtige und infrastrukturelle Komponente hinaus.

Bibliotheken-Grundrisse aus Film und Fernsehen

Neville Johnson Ltd. ist ein britisches Innenarchitektur-Unternehmen, welches als besonderes Special auf seiner Seite einige Grundrisse der bekanntesten Bibliotheken aus TV-Serien und Filmen präsentiert. Dabei sind unter anderem die Zitadelle aus „Game of Thrones“ oder auch die High School Bücherei aus John Hughes „Der Frühstücksclub“.

(via design you trust)

Eine Stadt im Wandel – Seattle dokumentiert die Stadtentwicklung als Zeitraffer

In einem Langzeitprojekt, welches über 50 Jahre gehen soll, hat die Stadt Seattle eine hochauflösende 360° Kamera an einem Ihrer Wahrzeichen, der Space Needle, installiert. Diese Kamera macht alle zehn Minuten ein Bild und das nun schon seit drei Jahren. Diese extreme Zeitraffer zeigt eindrucksvoll, wie eine Stadt sich schon in so relativ kurzer Zeit verändern kann. Baulücken werden gefüllt und neue Büro- und Appartmenttürme wachsen in die Höhe, während sich die Bäume von grün, orange zu kahl und wieder grün durch die Jahre atmen.

Ricardo Martin Brualla wurden über 2000 Aufnahmen zur Verfügung gestellt, bei denen er dann mit Bildstabilisierung und Farbkorrekturen einen ansehnlichen Kurzfilm erstellt hat.

Besonders interessant fand ich ja die Geisterkreuzfahrtschiffe, die durch den Zeitraffer-Effekt im Hafen liegen.

(via Sploid)

Louvre Abu Dhabi – 8 Jahre Bauzeit in 3 Minuten

Einer der Gründe mal nach Abu Dhabi zu fliegen ist bestimmt die neue Außenstelle des Louvre, welche vor zwei Monaten eröffnet wurde und als Schnittstelle zwischen arabischer und europäischer Kunst dienen soll. Die gesamte Bauphase von 2009 bis 2017 wurde in einem drei minütigen Timelapse-Video festgehalten.

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