Gestern gabs ja keine Linksammlung !!!!!1!einself!

Symbolbild (via CC/ 'Love Krittaya')

Symbolbild (via CC/ ‚Love Krittaya‘)

…und zwar weil ich auf einem 16-Stunden-Drehtag war. So viel zum Thema Mediengeschäft 😉 Da es gleich mit dem Blödsinn weiter geht, hier eine schnelle Linksammlung ohne lecker Bilder und Chichi, aber mit Herz:

Der ‚Game of Thrones‘-Vorspann – im Saul Bass-Look. Bonus: Eine kleine Übersicht über die Arbeit von Saul Bass aus der Sicht von Kyle Cooper, der wiederum auch kein unbeschriebenes Blatt in dem Bereich ist.

Ich bin ja eigentlich kein Freund von Leute-betroll-/ Erschreckvideos, aber wenn man seinen Hund als Riesenspinne verkleidet und es dann schafft noch einen draufzusetzen, verdient das einen Ehrenplatz:

Falls Pakete und Briefe wieder länger brauchen: Wir alle haben eine neue Adresse im Universum.

‚Deine Musik ist total abgehoben‘
‚Das dreht sich ja, ist der mit Surround-Sound?‘
Ein magnetisch schwebender Bluetooth-Lautsprecher! Wo muss ich bezahlen?

‚Is it a Biker? Is it Batman? No, it’s Chibatman!‘ What?

So, das war mein letztes Posting für diese Vertretungszeit. Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß hier auf der Seite und draussen im RL 😉

 

Werbespot für ein tolles ‚Medientool‘ – den IKEA-Katalog ;)

Der Werbespot

Der Werbespot

Dieser Werbespot ist eine nette, kleine Satire der Lifestyle-Geräte-Werbespots von Apple und Co. – und gleichzeitig eine Werbung für den 2015er IKEA-Katalog.

Warum dieser Spot nur auf der IKEA-Youtube-Seite für Singapur und Malaysia zu finden ist weiss der Geier. Interessant ist auch, wie unterschiedlich die Kampagnen für verschiedene Länder sind. Die Singapur-Seite hat mehrere Videos über asiatische Designer, die Britische Seite hat eine Reihe von persönlichen Portraits zum Thema ’nachhaltiges Leben‘, den Schweizern erklärt man Tipps und Tricks (in drei Sprachen natürlich). Wer mal vergleichen mag, das geht hier unter ‚other IKEA Channels‘.

(via Apartment Therapy)

Über eine Petition die verlangt Homöopathie als ‚Süßwaren‘ zu deklarieren und über das Arzneimittelrecht

Titelgrafik der Petition

Titelgrafik der Petition

Ich hatte schon angesetzt für meine Vertretungszeit hier einen echauffierten Beitrag über diese hirnlosen Petitionen (a la „Monsanto will mit Chemtrails die Welt vergiften, damit nur noch deren Saatgut wächst„) zu schreiben, die Anfang des Jahres bei Facebook von ansonsten recht intelligenten Menschen wild herumgeteilt wurden. Aber wen kümmert schon der Quatsch vom Februar, richtig?

Diese aktuell laufende Petition mag nicht ganz ernst gemeint sein, aber faktisch ist sie dennoch korrekt und es wird argumentiert, dass Homöopathische ‚Globuli‘ wegen des Gehaltes an Zucker (oder Xylit) und des Nichtvorhandenseins medizinisch aktiver Wirkstoffe ins Süßwarenregal gehören, wo die Nährwerte (kcal zum Beispiel) angegeben werden müssen. Es wird auf die Gefahren von Karies und Adipositas hingewiesen.

Was zunächst albern und ein bisschen polemisch wirken mag, weist indirekt aber auf Probleme im Arzneimittelgesetz hin:

Dort ist die Homöopathie immer noch ausdrücklich als Arzneimittel erwähnt.  Die Apothekenpflicht ergibt sich aber lediglich aus der Tatsache, dass Mittel, die nicht zur Registrierung als Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel eingereicht werden, automatisch der Apothekenpflicht unterliegen. Den Herstellern kommt dies entgegen, denn die Apothekenpflicht legitimiert in der Wahrnehmung des Konsumenten den Status von homöopathischen Mitteln als ‚Medizin‘. Außerdem kann man seine Produkte deutlich teurer verkaufen, als dies unter der Einordnung als Lebensmittel durchsetzbar wäre.

Zusätzlich zur vermeintlichen Legitimierung der Homöopathika trägt leider die EU-Richtlinie 2001/83/EG bei. Darin wurde ein EU-weites Verfahren zur einer vereinfachten Genehmigung von homöopathischen Mitteln festgelegt. Ich vermute mal, das dieses zur Entlastung der entsprechenden Stellen gedacht ist, die ja mit der Genehmigung von tatsächlichen Arzneimitteln genug zu tun haben dürften, denn die Begründung der EU-Richtlinie muss man sich auf der Zunge zergehen lassen (Hervorhebungen von mir):

Angesichts der Besonderheiten der homöopathischen Arzneimittel, wie etwa ihrer sehr geringen Wirkstoffkonzentration, und der Schwierigkeit der Anwendung der herkömmlichen statistischen Methoden bei klinischen Versuchen erscheint es wünschenswert, ein besonderes vereinfachtes Registrierungsverfahren für solche homöopathischen Arzneimittel vorzusehen, die ohne therapeutische Indikation und in einer Zubereitungsform und einer Dosierung, die kein Risiko für den Patienten darstellen, in Verkehr gebracht werden.

Ich frage mich, wieso es schwierig sein soll, die Wirkung eines Mittels objektiv zu untersuchen und in Zahlen zu erfassen (was ja auch reichlich geschehen ist), aber gut. Die zweite Hervorhebung ist sowieso der Knackpunkt: „…ohne therapeutische Indikation“ bedeutet im Medizinerdeutsch einfach Folgendes: Es hat keine Wirkung! Bzw. der Hersteller gibt keine medizinische Wirkung an. Und das ist eine Voraussetzung für die Zulassung zu diesem vereinfachten Verfahren. Die meisten homöopathischen Fertigprodukte die in Deutschland verkauft werden sind nach diesem Verfahren registriert. Go figure.

Der Gesetzgeber will den Kram also offenbar ohne viel Aufwand durchwinken, solange die Dosierung (es werden immerhin auch Stoffe wie Quecksilber, Tollkirsche und Salzsäure in der Homöopathie verwendet) nicht gefährlich ist.

Aber warum geht man dann nicht den Schritt, das Zeug zu verbieten?

1) Es ist ja nicht gefährlich (wobei es im Arzneimittelgesetz eigentlich eine Klausel gibt, nach der Mittel, welche nicht die versprochene Wirkung haben, nicht verkauft werden dürfen, aaaaber: Wer sein Mittel nach der o.g. Richtlinie registriert, hat folgende Pflichtangabe auf der Packung zu machen: „Registriertes homöopathisches Arzneimittel, daher ohne Angabe einer therapeutischen Indikation“; Und wer will schon beweisen, das der Homöopath eindeutig gesagt hat „Nehmen Sie diese Globuli ein und X wird definitiv besser.“)

2) „Wo kein Kläger…“ es gibt nur eine kleine Anti-Homöopathie-Lobby. Aber eine große Pharmalobby. Ja, dazu gehören natürlich auch die größeren Hersteller von Homöopathika.

3) Die Krankenkassen haben ebenfalls keinen Grund gegen Homöopathika vorzugehen. Wenn der Patient meint, er braucht etwas gegen sein Leiden, dann wird er sowieso etwas vom Arzt verschrieben bekommen. Sparen kann man hier also wohl kaum etwas. Aaaaber: Die Übernahme von Kosten für ‚alternative Medizin‘ ist eine von wenigen  Möglichkeiten für die Kassen jüngere Menschen zum Krankenkassenwechsel zu bewegen.

Eine Änderung der Situation ist also nicht zu erwarten und ich komme zum selben Schluss, wie bei meinem Text zu den o.g. Monsanto-Verschwörungs-Petitionen:

Die Selbstverantwortung des Einzelnen ist wie so oft gefragt. Man muss sich informieren, den gesunden Menschenverstand einsetzen und einfach bewusst mit solchen Themen umgehen und als vernunftbegabtes Wesen Dinge und Behauptungen kritisch hinterfragen. Vor allem wenn es um die Gesundheit – und womöglich noch die Gesundheit anderer (z.B. Kinder) – geht.

(via Niggemeiers reddit AMA)

Drohnenvideo der ‚Apple-Campus 2‘-Baustelle (und Architekturpläne)

Beispielseite der Baupläne für den 'Apple Campus 2'

Beispielseite der Baupläne für den ‚Apple Campus 2‘

Bisher gab es nur Fotos, aber ein Drohnenbesitzer in Kalifornien hat die Baustelle des ‚Apple Campus 2‘ mit seiner Drohne gefilmt. Es ist so zu erkennen, wie riesig das runde Gebäude (für das man sogar eine Technik entwickelt hat um großflächige, gebogene Glasscheiben herzustellen) werden wird. Die riesige Vertiefung im Vordergrund wird mal eine Tiefgarage, was man an der Rampe links erkennen kann. Außerdem ist es auf den Bauplänen der Architekturfirma ‚Fosters + Partners‘ erkennbar, die Nerd-kompatibel komplett als .pdf-Dateien von der Stadt Cupertino im Internet veröffentlicht wurden.

(via 9to5mac)

Linktipps der KW 35/14

Kunst

abduzeedo
Hyperrealistische Gemälde von Rod PennerUnbenannt-6

Design

cgsociety
ca. 75% des Ikea-Kataloges sind inzwischen CGI-Grafiken. Mehr über deren Entstehung kann man dort nachlesen (Englisch)Unbenannt-5

Wissenschaft & Technik

Arcgis
Über 650 Bilder der Erde von der ISS aus geschossen und als Weltkarte organisiert anschaubar. (via engadget)Unbenannt-1

Extremetech
Forscher der Michigan State University haben die erste völlig transparente Solarzelle entwickelt (Englisch)Unbenannt-4

Archinect
Das MIT hat einen Fahrradhelm gebaut der verfolgt, wie stark die Umgebung auf den Fahrer wirkt: Es wird gemessen ob man sich konzentriert oder besonders relaxt ist.Unbenannt-3

Humor

Sad and Useless
Lustige, im richtigen Moment geschossene Fotos von HundenUnbenannt-2

Star Trek-Fanprojekt ‚Axanar‘ mit großem Erfolg Crowd-finanziert

Die "Axanar"-Website

Die „Axanar“-Website

Falls gerade jemand denkt: „Och nö, nicht schon wieder ein Star Trek-Fanfilm, ‚Star Trek into Darkness‘ hat mir gereicht“ – dieses Projekt hat durchaus Potential:

Der Trek-Spielfilm ‚Axanar‚ wird von einer Hollywood-erprobten Crew und mit anständigen Darstellern (unter anderem Richard Hatch, Tony Todd und Gary Graham, der hier seine Rolle des Soval aus ‚Enterprise‘ wieder aufnimmt) umgesetzt. Darunter auch Kulissenbauer die bei den JJ Abrams-Treks involviert waren und Oscar-Preisträgern für Sounddesign und Make-Up. Die Produktion hat sich mit dem Rechteinhaber an der Marke Star Trek, dem US-Sender CBS koordiniert. Das Projekt wurde am 25. August erfolgreich bei Kickstarter finanziert, 100.000 $ waren das Ziel und man nahm etwas über 638.000 $ ein.

Das Projekt ist aus zwei Gründen interessant:

Zuerst einmal ist die Crowdfunding-Kampagne von der Produktion vorbildlich organisiert worden und sollte jedem der Ähnliches vor hat als Orientierung dienen: Informationen für die Finanzierer wie Budgets, Designpläne und ein Podcast zum Schnitt wurden veröffentlicht, man hat die Darsteller auf Conventions vorgestellt. Wer hier Geld gibt, weiß genau wofür und an wen. So muss das sein.

Kulissenentwurf

Kulissenentwurf für ‚Axanar‘

Außerdem kann man jetzt schon einen 21-minütigen Kurzfilm namens ‚Prelude to Axanar‚ (ebenfalls per Kickstarter finanziert) anschauen, der die Vorgeschichte der Story von ‚Axanar‘ präsentiert und mit den Darstellern des späteren Spielfilms besetzt ist. Für Englisch-Muffel dann auch noch mit Untertiteln in sechs anderen Sprachen, unter anderem Deutsch:

(via Kickstarter)

Wikiwand – ein neues, leckeres Frontend für die Wikipedia

Ein neuer Look für die Wikipedia-Artikel

Ein neuer Look für die Wikipedia-Artikel

Der Startup-Unternehmer Lior Grossman hat mit einer handvoll Kollegen einen neuen Look für die zugegebenermaßen recht nüchterne Wikipedia entwickelt.

So sind hier nun die Schriften generell größer und in schmalere Blöcke unterteilt. Das Inhaltsmenü eines Artikels ist nicht mehr oben, sondern in einer eigenen Spalte links neben dem Artikel zu finden. Das manchmal lästige Suchen des Menüs oben im Artikel entfällt so. Weblinks innerhalb eines Artikels haben eine Vorschau wenn man mit der Maus eine Sekunde darüber verweilt (ist schwierig das neugermanische „hovern“ zu vermeiden).

Vorschau des "James Cameron"-Links

Vorschau des „James Cameron“-Links

Wikiwand gibt es als Plugin für Firefox, Chrome und Safari. Wenn man in diesen Browsern einen Wikipedia-Artikel anklickt, lädt dieser automatisch die wikiwand.com-Website mit dem entsprechenden Artikel im neuen Wikiwand-Look.

Wer also kein Freund davon ist, dass seine Metadaten über irgendwelche Drittserver gehen sollte sich fernhalten. In Zukunft ist geplant, durch passende Werbung aus dem Bildungsbereich Gewinn zu machen, von dem dann 30% der Wikimedia Foundation zukommen sollen.

Mit einer gerade erhaltenen Finanzspritze von 600.000 $ will man bis Ende des Jahres Apps für Android und iOS entwickeln.