#metoo global visualisiert

Seit einem Jahr begleitet der Twitterhashtag ‚metoo‘ nun schon die Dokumentation der Geschichten von Frauen, die von Sexismus, Marginalisierung, Gewalt und Repression betroffen sind, die Social-Media-Welt und darüber hinaus. In dieser Zeit hat sich #metoo zu einem globalen Symbol entwickelt, welches den betroffenen Frauen eine Stimme, vielleicht sogar eine neue globale Bewegung gegeben hat.

Anlässlich des einjährigen Bestehens und einem enormen Schub, den #metoo gerade durch eine verstärkte Verbreitung in Indien erfährt wurde mit der Google Trends Datenvisualisierung unter ‚Me Too Rising‚ eine interaktiver Globus veröffentlicht, der die gesamte Zeitleiste des Twittertrends abbildet.

Die Plattform beleuchtet die Orte auf einer Weltkarte, an denen am häufigsten der Begriff ‚metoo‘ gesucht wird. Die Karte misst nicht die Gesamtzahl der Suchvorgänge. Stattdessen berücksichtigt sie die Anzahl der Male, die ‚metoo‘ im Vergleich zu anderen Phrasen lokal gesucht wird. Und Indien scheint derzeit viel heller als irgendein anderes Land oder eine andere Region auf Me Too Rising.

Seit ungefähr drei Wochen haben eine Reihe von indischen Frauen, insbesondere Medien- und Unterhaltungsindustrieprofis, ihre Erfahrungen mit sexuellen Belästigungen und Vergewaltigungen durch männlichen Kollegen veröffentlicht. Der landesweite Furor, den sie ausgelöst haben, hat inzwischen sogar an die Türen der indischen Regierung geklopft.

Man kann nur hoffen, dass auch in Indien die Frauen endlich gehört und respektiert werden. Ihre Geschichten zu teilen ist ein guter Anfang, aus dem vielleicht mehr wird.

 

Trippy Video erkundet die Optik von CGI-Kristallen

Interessante computergenerierte Bilder zum Thema Reflektion in Kristallen und Flüssigkeiten. Zugegeben nicht besonders realistisch, da mir kein kristallines Material bekannt ist, welches so flexibel wäre, um die hier gezeigten Effekte abzubilden.
Aber das sagt ja der Künstler Maxim Zhestkov ja auch selbst über dieses digitale Lichtbrechungs-Experiment:
Blending architectural gallery space with computer-generated digital glass sculptures, we encounter animated refractions, chromatic aberrations, colourful reflection and other conditions which are impossible in reality.

Optics – Art film by Maxim Zhestkov from Zhestkov on Vimeo.

Mode direkt aus einem postapokalyptischen 22. Jahrhundert

Ich schreibe ja echt nicht oft über Mode, da es mir im Grunde zu oberflächlich ist, außer es ist irgendwie mit Technik oder anderen meiner Themengebiete verquickt. Aber von den Kreationen des bulgarischen Labels Demobaza bin ich doch sehr angetan.

Das Designerduo Demo und Toro, das bereits seit 2008 zusammen arbeitet, brachte 2012 ihre erste Sommerkollektion heraus. Seit dem folgen sie immer der Idee der futuristischen Dekonstruktion bestehender Elemente. Als Ausgangspunkt ihrer Arbeiten steht oft die Uniform, welche neu interpretiert auch die Lebensrealität ihrer Heimat reflektiert; den Beton, den Wald und den sozialistischen Geist.

In der Gegenwart des Jahres 2018 eher untragbar für Normcore-Menschen, die wir meisten ja sind, wirken die Kollektionen wie aus postapokalyptischen und/oder Cyberpunk-Filmen. Neben der Extravaganz hält mich leider auch der Preis einzelner Teile davon ab, auch nur über den Erwerb nachzudenken. Aber alles in allem sehr interessante Stücke dabei unter anderem auch Rucksäcke und abgefahrene Schuhe. Hier ein paar Eindrücke aus verschiedenen Kollektionen:

Die Entdeckung der mittelalterlichen Stadtplanung

Sind mittelalterliche Städte natürlich gewachsen, oder gab es auch schon in der angeblich dunklen Zeit der letzten Jahrtausendwende feste geometrische Planungen? Die Dokumentation, die ich heute auf YouTube entdeckte, berichtet von den in Fachkreisen als kontrovers angesehenen Entdeckungen einer “heiligen“ Geometrie, die mit Kirche oder Dom als Ausgangspunkt viele alte Städte wie Freiburg und Speyer eine klare vorausschauende Planung gegeben haben und so der allgemeinen Vorstellungen chaotisch gewachsener Siedlungen widersprechen.

Ancient Earth Globe: Eine interaktive Reise durch die Tektonik

Mit Ancient Earth Globe kann man eine Reise durch 750 Millionen Jahre Erdgeschichte machen. Sehr interessant zu sehen, dass die Erdoberfläche im Grunde wie weiches Wachs durch die Jahrmillionen wabert.

Anhand verschiedener geschichtlich wichtiger Punkte (erste Landlebewesen, Aussterben der Dinosaurier, etc.) kann man direkt zu dem Globus springen, der das jeweilige Zeitalter repräsentiert.

Was mir aufgefallen ist, dass der indische Subkontinent geradezu mit einem Affenzahn in die eurasische Platte gerast ist, da diese Landmasse mehr Strecke zurücklegte, als der Rest drumherum. 

Das Ganze ist im Übrigen Teil eines Archivs mit Dinosaurierbildern und Fakten, die auch einiges an interessantem Material bieten.

Postkartenmotive vor 50 Jahren und heute

Vor nicht allzu langer Zeit fiel dem Fotografen Pablo Iglesias Maurer ein altes Streichholzheft auf, das auf seinem Schreibtisch lag. Oder vielmehr fiel ihm das postkartenartige Bild eines in den 1960er Jahren erbauten Resortkomplexes auf. Pablo fragte sich, wie der Ort wohl jetzt aussieht und die Antwort führte ihn dazu, eine erstaunliche Fotoserie namens „Abandoned States“ zu machen.

Das Bild hatte den Titel „Wie man einen erfolgreichen Golfplatz führt“, aber als Maurer zu dem Platz kam, wurde klar, dass der Besitzer des Penn Hills Resort dies anscheinend nicht besonders erfolgreich getan hatte. Er richtete die Kamera ungefähr an der gleichen Stelle auf das verfallende Gebäude und machte eine „5-Jahrzehnte-nachher“ -Aufnahme des Ortes.

Die Postkarten haben ihren eigenen Charakter – die Orte waren nie so schön wie sie aussehen. Ich bemühe mich oft, die beiden Bilder in eine Reihe zu bringen. Aber die Zeit verwischt den Unterschied und bringt alles in den Fokus.

Pablo Iglesias Maurer

Captain Picard is back!

Soeben hat Sir Patrick Stewart verkündet, noch einmal in die Rolle des Captain Picard zurückzukehren!

Das bedeutet wohl, dass Quentin Tarantino seinen letzten Film, wie er bereits angedeutet hat, ein Star-Trek Film im „The next Generation“-Universum sein wird. Oder auch nicht, eventuell hat er mit Picard ja auch was anderes vor. Ich rechne erstmal nicht damit, dass andere Schauspieler des ursprünglichen Casts  im großen Umfang vorkommen werden.

Das ist auf jeden Fall mal eine der wenigen guten Nachrichten des Jahres, wobei ich die Vorstellung eines Tarantino-Trek noch nicht ganz realisieren kann. Aber in der absurden Zeitlinie, in der wir leben ist anscheinend alles möglich.

Okay, okay Update. In der großen Vorfreude gestern Abend bin ich wohl ein wenig übers Ziel hinaus geschossen. Es geht also doch um eine neue CBS-Serie nicht um einen Tarantinofilm, mit dem ich viel eher gerechnet hätte. Das macht es auf jeden Fall um so besser. Und so langsam merke ich, wie sehr mir Star Trek in dieser Form gefehlt hat. 

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