Cyberpunk is not dead

Der polnische Spieleentwickler CD Projekt Red entwickelt auf Basis des Pen-&-Paper-Rollenspiel Cyberpunk 2020 aus den 90ern ein Computerspiel. Der Teaser macht einen guten Eindruck. Mal sehen, was dabei herauskommt. Cyberpunk ist ja eigentlich thematisch schon länger vorbei und von der Gegenwart überholt, aber ich hatte schon immer was dafür übrig.

CYBERPUNK 2077 Teaser from Platige Image on Vimeo.

Stadtansichten durch Login-Daten

London according to Foursquare

Das soziale Netzwerk ‚Foursquare‘ hat mit den Login-Daten seiner Nutzer der letzten drei Monate Abbildungen verschiedener Ballungsgebiete generiert.

‚Foursquare ist eine Web- und Mobiltelefon-App, die es registrierten Benutzern ermöglicht, sich mit Freunden zu verbinden und ihren aktuellen Standort bekanntzugeben. Für jeden Check-in werden Punkte verliehen, und der Nutzer kann seinen aktuellen Standort auf Twitter und Facebook veröffentlichen.‘ (lt Wikipedia. Falls ihn jemand nicht kennt.)

Städte anhand der Foursquare Check-Ins erkennbar

 

Markus Hofer

Markus Hofer ist ein österreichischer Künstler, dessen Seite ich schon länger in meinen Lesezeichen habe. Ich hatte bestimmt schon zwei Jahre nicht mehr nachgeschaut, was er so treibt. Auf jeden Fall sind einige neue Werke seitdem hinzugekommen. Seine Objekte, die er erschafft sind immer wieder amüsant, verblüffend und einfach auch schön anzuschauen. Ich mag, wie er Alltagsgegenstände und Gegebenheiten so kombiniert, dass oftmals etwas Absurdes dabei heraus kommt und die verwendeten Objekte neu interpretiert werden.

Markus Hofers Website

 

Linktipps vom 16.01.2013

Technik

Das Teil ist ja sowas von vorbestellt:

Eingabegerät Leap Motion kommt dieses Frühjahr für knapp 70 Dollar in den Handel

Google Street View: Wir haben keinen Esel in Botswana totgefahren

Das Netz im Jahr 2013:Im Tal der Enttäuschungen

Pet Proto lernt klettern und treppensteigen

Kultur

Vivienne Westwood Calls for a Climate Revolution: Will the Fashion Industry Listen?

Architektur

Göttlich wohnen

Medien

Grundversorgung 2.0: Thesen zur medialen Grundversorgung im Internet-Zeitalter

Design

G.D.W. _ Work Bench

imm cologne 2013: ‘And A And Be And Not’ paravent by Camilla Richter

imm cologne presents ‘Das Haus’ by Luca Nichetto (IT)

Hello Touch, A Wearable Vibrator

Verspieltes Verpackungskonzept für Honig:

STUDIO ARHOJ: Helt Identity, Packaging and Collateral

Weltweit neues Design für NIVEA

 

 

Designers Fair im Design Quartier Ehrenfeld DQE 2013

[Galerie nicht gefunden]

Anlässlich der internationalen Möbelmesse in Köln findet auch alljährlich im Stadtteil Ehrenfeld das „Design Quartier Ehrenfeld“ (DQE) statt. Neben Boutiquen und Galerien, die sich aus gegebenen Anlass mit Möbeln und Design im weiteren Sinne befassen, kann man auf dem „Design Parcours Ehrenfeld“ wandeln und sich an verschiedenen Orten Neuheiten und Interpretationen zum Thema Wohnen und Möbeldesign von jungen Designern verschiedener Disziplinen anschauen. Circa 50 Aussteller stellen in den drei DQE-Hallen auf dem Heliosgelände auf der „Designers Fair“ ihre Kreationen vor. Inspirierend und erstaunlich sind die Ideen der Designer, die manches Mal weit über reines Möbeldesign hinausgehen, um vielmehr analytisch die Wahrnemung von diesen eigentlich banalen Gebrauchgegenständen zu reflektieren.

Recycling und Natürlichkeit sind meiner Beobachtung nach wichtige Trends; nicht umsonst gibt es eine eigene Kategorie mit den Best-of Recycling-Designpreis, der seit 2007 vergeben wird und hier in einer Zusammenfassung gezeigt wird. Während es auf der einen Seite Regalsysteme aus widerstandsfähigen Wellpappekuben gibt, stehen dem hochwertige Möbel aus Eichenholz gegenüber. Somit ist hier für jeden was geboten, sei es der pragmatische urbane Nomade mit wenig Geld oder der LOHAS, der nach einer längerfristigen Anschaffung sucht.

Auf jeden Fall lohnt es sich nach Ehrenfeld zu kommen. Die ganze Woche noch gibt es hier und in anderen Stadtteilen parallele Veranstaltungen zur imm 2013.

Design Quartier Ehrenfeld

Designers Fair

Heimatdesign (Kooperationspartner)

Ausstellung „David Hockney. A Bigger Picture“ im Museum Ludwig, Köln

Ich habe mir gestern die Ausstellung der jüngeren Werke von David Hockney angesehen. Ich kannte bereits seine Arbeiten aus den 60er bis 80er Jahren aus seiner Zeit in Kalifornien. Seine legendären Swimmingpool-Gemälde und die Fotocollagen aus dieser Zeit gehören zu meinen Favoriten der modernen Kunst.

Nun ist David Hockney also nach einer langen Zeit unter kalifornischer Sonne vor ein paar Jahren wieder in seine Heimat nach East Yorkshire zurückgekehrt und hat begonnen diese Landschaft in seinen Formen und Farben zu interpretieren.

Die Ausstellung zeigt hauptsächlich David Hockneys studienhafte Auseinandersetzung mit der Landschaft, oftmals mehrere Bilder mit dem gleichen Motiv (Feldwege, Baumgruppen) in den verschiedenen Jahreszeiten. Dabei variierte Hockney zwischen den verschiedenen Motiven im Abstraktionsgrad der Details und der Farbgebung. Die Werke sind aber durchgehend in sehr kräftigen Farben gemalt, die weniger dem natürlichen visuellen Eindruck Rechnung tragen, als dem Empfinden einer lebendigen und kraftvollen Natur, die soviel Energie in sich trägt.

Einzig eine Bilderserie fällt aus der britischen Naturbeobachtung heraus und das ist Hockneys Neuinterpretation von Claude Lorrains „The Sermont on the Mount“, also der Bergpredigt, welche er auch in verschiedenen Vereinfachungen bis hin zur Reduzierung auf wenige geometrische Formen herunterbricht.

Neben Öl auf Leinwand nutzt Hockney des Weiteren in jüngerer Zeit auch das IPad als künstlerisches Instrument. Einige der ausgestellten Werke sind großformatige Drucke seiner Landschaftsbilder, die auf ebenjenem Gerät entstanden sind. Diese zeichnen sich nochmals durch eine gewisse Verinfachung aus, die den begrenzten Möglichkeiten der „Fingermalerei“ auf einem Touchscreen geschuldet sind. Was man dem Künstler zugute halten muss, ist, dass auch diese Motive die Atmosphäre trotz der technischen Limitierung gut rüberbringen.

Neben der Malerei in verschiedenen Techniken zeigt die Ausstellung auch Videoinstallationen aus 3×3 Bildschirmen in denen weiterhin die Landschaft East Yorkshires und der Wandel der Jahreszeiten das Thema sind. Mit neun leicht verschieden ausgerichteten Kameraperspektiven bewegt man sich langsam durch die Landschaft und durch die Aufbrechung in neun Einzelmotive, die zusammen ein Ganzes ergeben, ist man als Beobachter aufgefordert sich mit Perspektive und Blickwinkeln auseinanderzusetzen. Somit kann man diese Installationen als eine Fortführung seiner Foto/Polaroidcollagen in Bewegtbild ansehen. Grundsätzlich scheint es Hockney ein Anliegen zu sein zu sagen, ‚Es gibt mehr als nur die persönliche Sicht der Dinge‘. Von jedem Standpunkt aus ist die eigene Ansicht nämlich nur eine von unendlichen Möglichkeiten und das nicht nur in optischer Hinsicht.

Fazit:

Ich muss sagen, es fiel mir anfangs schwer die künstlerische Tiefe in diesem Spätwerk zu sehen, da einige seiner Werke aus den Siebzigern weitaus reifer wirkten (wenn auch nicht durchgehend). Viele der sehr bunten Landschaftsbilder wirken auf mich wie kindlich-naive Fingerfarbenbilder, aber ich weiß ich würde mit diesem Urteil David Hockney nicht gerecht werden. Zu einigen der Exponate waren auch die Vorstudien in Form seiner Skizzenbücher ausgestellt und diese zeigen, dass Hockney durchaus genau beobachtet und Natur sehr detailliert abbilden kann. Der Stil seiner Bilder scheint daher ein gezieltes herunterbrechen auf bestimmte ihm eigene Farb- und Formschemata zu sein. Des weiteren kommen hier wahrscheinlich verschiedene Aspekte einer Künstlerbiographie zusammen. Zum einen denke ich, dass Hockney einen anderen Bezug zu der Landschaft seiner Heimat hat, als zu dem immersonnigen Kalifornien. Er schafft es jedoch, was er über Licht und Farbe in Kalifornien gelernt hat in sein jetziges Werk mitzunehmen und mit der Perspektive eines Außenstehenden die alte Heimat neu zu interpretieren. Zum zweiten ist Hockney mit 75 in einem Alter, in dem er es sich als Künstler durchaus erlauben kann sich frei und jenseits formaler Zwänge groß und bunt auszutoben. Was soll’s wenn die Perspektive im Bild völlig für den Hund ist, hauptsache es ist ein fröhliches Bild, was die Lebendigkeit und die Energie des Naturerlebnisses transportiert.

Ich denke die 10 Euro Eintritt sind schon gut investiert, wenn man sich die Ausstellung anschauen möchte. Macht euch selbst ein Bild.

Museum Ludwig

 

 

Buchtipp „I Want My Hat Back“

iwantmyhatback

Dieses herrliche (Kinder)buch fand ich in einem kleinen Laden in Soho letzten November. Der Autor und Illustrator Jon Klassen eröffnet in dieser wunderschön illustrierten Fabel das Drama eines Bären, dem sein roter spitzer Hut abhanden gekommen ist. Die moralische fragwürdige Katharsis am Ende nimmt der Gesamtgeschichte jedoch nicht das unterhaltsame Moment. Wir sind ja alle nur Menschen. Das Buch ist natürlich bei Amazon erhältlich.

Und wer sagt, ‚Lesen ist mir zu anstrengend; ich warte auf die Verfilmung‘, bitte sehr, siehe unten. Wobei diese Verfilmung nicht ans Original heranreicht.

I want my hat back from saglakev on Vimeo.

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