„Black Mirror“ kommt mit zweiter Staffel

Darüber freue ich mich sehr. Die britische Miniserie „Black Mirror“ bekommt eine neue Staffel. Inhaltlich geht es in den einzelnen Episoden um Medienkritik im Stile von „Twilight Zone“-Geschichten. Die erste Staffel bestehend aus drei Episoden wurde 2011 von Channel4 ausgestrahlt und wird natürlich hierzulande niemals zu sehen sein. Selbst für 50 € GEZ-Gebühr monatlich würde man in Deutschland so brilliantes Fernsehen nicht zu sehen bekommen.

Die drei Folgen der ersten Staffel variierten zwischen ‚denkbares Szenario‘ (The National Anthem) bis hin zu ‚komplett absurd‘ (15 Million Merits), aber immer interessant und unterhaltsam inszeniert. Der deutsche Wikipediaeintrag enthält leider nur die Inhaltsangabe zur ersten Folge daher hier auch der Link zur englischen Wikipedia.

Von dem Teaser ausgehend, nehme ich an, dass sich die zweite Staffel verstärkt den dystopischen Aspekten der Social Media und der Allgegenwärtigkeit von mobilen Endgeräten widmen wird.

Linktipps vom 23.01.2013

Kunst

Greg Guillemin macht sehr schöne Motive zu Comic-Superhelden und aktuellen Serien und Spielen.

Die McNabbs aus Philadelphia machen kunstvolle Holzarbeiten. Neben Möbeln auch diese schöne Serie namens The City Series

Urban Geode ist ein Kunstprojekt, welches Lücken in urbanen Umfeld mit künstlichen Kristallen füllt.

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The world according to Google Earth

Das Google Earth nicht immer ganz akkurat ist, was das zusammensetzen der Fotos der Erdoberfläche angeht, hat bestimmt jeder schon einmal bemerkt, wenn er das Programm benutzt hat. Oftmals ergeben sich aber auch bizarre Effekte wenn die Luftaufnahme auf den dreidimensionalen Untergrund gelegt wird.

Der Künstler Clement Valla sammelt die schönsten Ausrutscher und macht gerahmte Bilder und Poster aus den Motiven.

Juxtapoz hat einen kurzen Artikel dazu und auf rhizome.org erklärt Valla noch einmal genauer die Faszination an diesen Bilder.

imm 2013 – Trends

Erstmal sei gesagt, dass man sich zwei Drittel der Möbelmesse schenken kann. Dort gibt es nichts zu sehen, was nicht nächste Woche in jedem erstbesten Möbelhaus vor der Stadt zu bekommen ist. Abseits von der Massenware gab es einige wenige Ausstellungsbereiche, die relevant waren, wenn man wissen wollte, was die Trends des nächsten Jahres sein werden.

1. Meshes, Polygone/Low-Poly-Style

Bei vielen Möbeln scheint es, als ob ihre Formen direkt aus dem Computer gekommen seien; Lampenschirme, die an Drahtgittermodelle aus 3D-CAD-Programmen erinnern. Bei Sitzmöbeln, Regalen, Tischen und Deko-Accessoires kann man einen Trend zu asymmetrischen Formen beobachten, die meist auf Dreiecken und Wabenformen basieren. Diese Möbel wirken wie nicht fertig gerenderte 3D-Modelle. Offensichtlich durchdringt dieser technische Aspekt mittlerweile auch das Möbeldesign. Gerade Linien und 90° Winkel werden bewusst zu Gunsten von Brechungen aufgegeben. Insgesamt eine angenehm frischer Trend, der Neues fürs Auge bietet. Auch wenn die runden und weichen Formen der loungigen Nuller Jahre noch vorherrschen, bekommen diese massive Konkurrenz.

Externe Beispiele:

Vondom – FAZ Collection

Vondom – Vertex Collection

 

2. Kräftige Farben

Dezentes blau, grau und beige gibt es immer und wird es immer geben, jedoch ist der Mut zu Farbe nicht zu übersehen. Immer noch nicht satt gesehen hat man sich wohl an grünen Farbtönen in der Bandbreite zwischen Limette und Pistazie. Auch das Kontrastprogramm aus Berry und anderen Magenta- und Violettabwandlungen scheint weiterhin beliebt zu sein. Diese Palette ergänzt sich bei verschiedenen Ausstellern noch um Varianten von Zitronengelb und 50 Shades of Petrol, sowie Senf und hellbraunen Tönen. Gold, Silber und Kupfer erweitern dieses Spektrum.

 

3. 60s everywhere

Wenn man eines mit Sicherheit sagen kann, dann dass die Sechziger gerade auch bei den Möbel ihr Revival erleben. Gerade bei dem höherpreisigen Segment italienischer Edelmarken macht sich der ‚Mad Man‘-Chic breit. Aber auch bei anderen Herstellern sieht man eine inflationäre, geradezu ermüdende Menge an Formen, die oft an bereits bekannte Möbelkassiker angelehnt sind. Man könnte eine 100 Meter lange Reihe von aktuellen Stühlen dieser Möbelmesse aufbauen, die alle eine Reminiszenz an den Eames DAW Chair sind. Solange angesichts andauernder Krisen und Unwägbarkeiten die Zukunft betreffend sich nichts ändert, wird uns auch dieser Trend in den nächsten Jahren noch weiter begleiten.

Ansonsten bleibt zu sagen: Holz geht immer. Gerade bei den exklusiveren Marken gibt es ein großes Angebot an sehr gut gearbeiteten Holzmöbeln. Nach einigen Jahren von Hochglanzoberflächen und MDF-Platten kombiniert mit Chrom kommt die Natürlichkeit zurück. Eine Entwicklung, der mit den obengenannten Trends durchaus Schnittmengen hat.

Da noch Zeit war, habe ich auch in den Küchenhallen vorbeigeschaut. Gestalterisch tut sich hier nicht viel. Weiterhin gilt: Geradlinigkeit, Edelstahl, High-Tech sind das non plus ultra, also das Gegenteil all der anderen Trends. Wohl kaum für einen anderen Raum der Wohnung oder des Hauses kann man soviel Geld lassen und bekommt die meiste technische Innovation. Interessant ist eine Entwicklung bei den Induktionsfeld-Kochplatten. In Zukunft wird man diese nämlich nicht mehr sehen. Man stellt seine Kochtöpfe und Pfannen einfach nur auf einem Bereich seiner Arbeitsplatte ab, an der man kochen will und ab geht’s. Kurios hingegen war, wie Dampfgarer angepriesen werden. Anscheinend kann man nicht nur sein Gemüse darin zubereiten, sondern auch Joghurt herstellen und seine Hemden auffrischen. Naja.

Zum Schluss noch ein paar schöne dekorative Dinge, die mir aufgefallen sind.

Cyberpunk is not dead

Der polnische Spieleentwickler CD Projekt Red entwickelt auf Basis des Pen-&-Paper-Rollenspiel Cyberpunk 2020 aus den 90ern ein Computerspiel. Der Teaser macht einen guten Eindruck. Mal sehen, was dabei herauskommt. Cyberpunk ist ja eigentlich thematisch schon länger vorbei und von der Gegenwart überholt, aber ich hatte schon immer was dafür übrig.

CYBERPUNK 2077 Teaser from Platige Image on Vimeo.

Stadtansichten durch Login-Daten

London according to Foursquare

Das soziale Netzwerk ‚Foursquare‘ hat mit den Login-Daten seiner Nutzer der letzten drei Monate Abbildungen verschiedener Ballungsgebiete generiert.

‚Foursquare ist eine Web- und Mobiltelefon-App, die es registrierten Benutzern ermöglicht, sich mit Freunden zu verbinden und ihren aktuellen Standort bekanntzugeben. Für jeden Check-in werden Punkte verliehen, und der Nutzer kann seinen aktuellen Standort auf Twitter und Facebook veröffentlichen.‘ (lt Wikipedia. Falls ihn jemand nicht kennt.)

Städte anhand der Foursquare Check-Ins erkennbar

 

Markus Hofer

Markus Hofer ist ein österreichischer Künstler, dessen Seite ich schon länger in meinen Lesezeichen habe. Ich hatte bestimmt schon zwei Jahre nicht mehr nachgeschaut, was er so treibt. Auf jeden Fall sind einige neue Werke seitdem hinzugekommen. Seine Objekte, die er erschafft sind immer wieder amüsant, verblüffend und einfach auch schön anzuschauen. Ich mag, wie er Alltagsgegenstände und Gegebenheiten so kombiniert, dass oftmals etwas Absurdes dabei heraus kommt und die verwendeten Objekte neu interpretiert werden.

Markus Hofers Website

 

Linktipps vom 16.01.2013

Technik

Das Teil ist ja sowas von vorbestellt:

Eingabegerät Leap Motion kommt dieses Frühjahr für knapp 70 Dollar in den Handel

Google Street View: Wir haben keinen Esel in Botswana totgefahren

Das Netz im Jahr 2013:Im Tal der Enttäuschungen

Pet Proto lernt klettern und treppensteigen

Kultur

Vivienne Westwood Calls for a Climate Revolution: Will the Fashion Industry Listen?

Architektur

Göttlich wohnen

Medien

Grundversorgung 2.0: Thesen zur medialen Grundversorgung im Internet-Zeitalter

Design

G.D.W. _ Work Bench

imm cologne 2013: ‘And A And Be And Not’ paravent by Camilla Richter

imm cologne presents ‘Das Haus’ by Luca Nichetto (IT)

Hello Touch, A Wearable Vibrator

Verspieltes Verpackungskonzept für Honig:

STUDIO ARHOJ: Helt Identity, Packaging and Collateral

Weltweit neues Design für NIVEA

 

 

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