Fake Britain – Eine fiktive Karte Großbritanniens

Die Veranstaltungsseite ‚The Londonist‘ hat eine Karte Englands erstellt, die das Königreich um über 720 fiktiver Orte (Gebäude, Städte, Inseln, Landschaften etc.) aus Film, Fernsehen und Literatur ergänzt.

Man muss wahrscheinlich schon ein umfangreiches Wissen über die britische Popkultur haben, um hier einiges wieder erkennen zu können, aber ich könnte mir vorstellen, dass eine Karte von Deutschland bei Weitem nicht so ausgefüllt wäre.

(via Blame It On The Voices)

Der melancholische Prinz von Bel-Air – Wie die Story heute aussähe

Ach ja, es waren einfachere Zeiten in den 90ern, alles bunt und heiter; Friede, Freude, Eierkuchen. Und dann kam das 21. Jahrhundert mit seinen Meth kochenden Chemielehrern und von Selbstzweifel zerfressenen Superhelden.

So ist eine nette ehemalige Nachmittags-Sitcom wie der ‚Prinz von Bel-Air‘ rund 25 Jahre später auch ganz anders zu interpretieren. Denn nichts kann in dieser Zeit mit Leichtigkeit konsumiert werden, heute muss es immer das große menschliche Drama sein. Und wenn man ehrlich ist, waren die Gründe für Will zu seinem reichen Onkel nach Bel-Air geschickt zu werden ja auch nicht die angenehmsten.

Um diesem Stoff die gebührende zeitgeistige Gravitas zu geben hat Autor und Regisseur Morgan Cooper einen Trailer für eine Neufassung als Spielfilm erstellt und es ist ein tongue-in-cheek-Stück geworden, dass gekonnt mit den gegenwärtigen Techniken arbeitet, um anzuteasern. Wer weiß, vielleicht finanziert ja jemand eine mindestens 90 Minuten Version des Materials.

Historische Katzenrüstungen

Zumindest, wenn Katzen in der Geschichte der Menschheit jemals mit in die Kämpfe gezogen wären, könnte man diese Skulpturen von Jeff de Boer als historisch verkaufen. So bleiben es auf jeden Fall fantasievolle Kampfrüstungen für Katzen, die verschiedenen Stile in sich vereinen, bei denen man sich in die wildesten Geschichten über feline Kriegshelden in der Geschichte hinein imaginieren kann.

Neben Katzenrüstungen arbeitet der Künstler auch an entsprechenden Panzerungen für Hunde und sogar eine Mauserüstung im Samurai-Tudorstil kann man auf seiner Facebook-Seite erspähen:

(via Geeks are Sexy)

Sex Education – Frühlings Erwachen zwischen Röhrenfernseher und Cybermobbing

„Sex Education“, die kürzlich auf Netflix veröffentlichte erste Staffel der britischen Serie, hat aus absehbaren Gründen schon einige Reviews bekommen.

Der Plot ist schnell erklärt: der verklemmte 16-jährige Otis (Asa Butterfield) hadert mit seiner Jungfräulichkeit und seiner traumabedingten Unfähigkeit zur Masturbation, während ihn seine Mutter Jean (Gillian Anderson), ihres Zeichens Sexualtherapeutin mit ihrer ständigen Übergriffigkeit und Psychoanalysen auf die Nerven geht. Da Otis aber seit frühester Kindheit das mütterliche Fachwissen absorbiert hat, kommt er durch Zufall dazu mit dem Schulbully Adam in einer improvisierten Sitzung über dessen sexuellen Sorgen zu sprechen und ihm so auch noch eine Viagra-induzierte Dauererektion weg zu therapieren. Otis und seine Schulkollegin Maeve entdecken darin die Möglichkeit eines regelmäßigen Taschengeldes, wenn sie beginnen die Paar- und Sexprobleme ihrer Mitschüler zu lösen.

Das ist alles anfangs entsprechend einer Teeniekomödie sehr klischeeartig erzählt, aber im Laufe der Handlung bekommen die Haupt- und Nebencharaktere ausreichend Tiefe und Komplexität, dass man sich für sie interessiert. Des weiteren ist die Serie auch einfach amüsant und gut gespielt und bildet in ihren Charakteren den zeitgenössischen Stand der heutigen Lebensentwürfe ab; seien es die lesbischen Eltern des Sport-As, der schwule beste Freund oder einfach auch genderfluide Spielereien. Ebenso geht sie auf die Sorgen und Nöte der Heranwachsenden ein, wie man es von einer Serie im Jahr 2019 mindestens erwarten kann. Erpressung mit Fotos, die beim Sexting verschickt wurden, feministische Eigenermächtigung, sowie die Wichtigkeit einer offenen Kommunikation in einer Partnerschaft sind Themen die unter anderem verhandelt werden. Das ganze bei weitem nicht so offensiv und schockierend, wie es die Promo teils weismachen will, aber auf einem guten Level der Aufgeklärtheit.

Nur – und das ist, warum ich überhaupt darüber schreiben wollte – ist diese Serie mal wieder ein typisches Netflix-Produkt, wie ich es auch schon bei „Stranger Things“ angemerkt hatte. Auch „Sex Education“ bedient eine Nostalgie, die in diesem Fall aber sehr irritierend daher kommt. Weiterlesen

Eine Reise in eine Kiefernnadel

Die California Academy of Science hat vor kurzem ein CGI-Video bereitgestellt, welches einen Flug in die Nadel eines Redwood Mammutbaumes simuliert. Immer wieder faszinierend, was allein in einem so kleinen Stück Baum an biologischen bzw. chemischen bzw. physikalischen Prozessen abläuft.

Take a journey inside a leaf of a redwood tree. Enter the stoma and view photosynthesis on a molecular level, knowing that the animation prioritizes scientific accuracy.

Das Video gibt es auch noch einmal mit Anmerkungen zum Entstehungsprozess.

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