8 Tage in Japan – Reisebericht und Tipps (1)

Als der Zeitpunkt meines vierzigsten Geburtstages näher kam, habe ich darüber nachgedacht, was ich denn eigentlich noch alles mal sehen möchte, es aber bisher nie geschafft hatte. Ganz oben auf der Liste stand eine Reise nach Japan, speziell Tokio. Geprägt von dem, was man in der Kindheit und Jugend von Japan mitbekommen hatte (Godzilla und Anime/Manga) bis hin zu der interessanten japanischen Küche, schien mir dieses Land immer schon als eines der unbedingt besuchenswerten Orte.

Daher versuchte ich letztes Jahr Flüge und eine Reise mit Reiseleitung zu buchen, da ich mir dachte, dass dies für einen Erstbesuch vielleicht die beste Methode wäre. Es gab eine interessante Option einer Gruppenreise von Osaka über einen Zwischenstopp in einem Bergdorf nach Tokio in rund 8 Tagen. Entsprechend buchte ich die Flüge im Vorraus, in der Hoffnung, diese Gruppenreise käme auch zustande (es müssen sich ja erstmal genug Teilnehmer finden). Sie kam nicht zustande. Und ich hatte die Flüge. So entschied ich mich das ganze auf eigene Faust zu machen. Im Nachhinein die bessere Entscheidung.

Vorbereitungen

Also buchte ich mir Hotels für den Aufenthalt in Osaka (3 Nächte) und Tokio (4 Nächte). Den Transfer zwischen den Städten wollte ich dann vor Ort regeln.

Was man aber schon von Zuhause aus machen sollte, ist, sich mit dem wichtigsten Gerät auszustatten, welches verhindert, dass man verhungert oder verloren geht, insofern man nicht ein Kenner des Landes in sprachlicher und geografischer Hinsicht ist: Ein mobiler WiFi-Router.

Nie ohne!

Ich hatte meinen über die Seite der Japan Rail bestellt und mir das Gerät zur Poststelle am Ankunfts-Flughafen Kansai in Osaka senden lassen, so dass ich es direkt nach der Landung dort abholen konnte. Am besten habt ihr dann auch noch einmal die Mail der Bestellbestätigung zur Hand, damit die Übergabe reibungslos verläuft. Das Gerät kommt mit einem Rückumschlag, so dass man es am Ende der Reise einfach in einen der roten Briefkästen am Flughafen einwerfen kann.

Manche Hotels bieten ebenfalls die Vermietung solcher Geräte an und es steht dann auch in der Hotelbeschreibung dabei. Auf die Verfügbarkeit wollte ich mich aber nicht verlassen, zumal ich ja auch in der Zeit zwischen den Hotels Internetzugang haben wollte.

Japan Rail bietet auch eine SIM-Karte für das Telefon an, was für mich jetzt keine Lösung gewesen wäre. Des Weiteren kann man hier auch direkt Dauerkarten für den ÖPNV bekommen. Jedoch lässt sich dies auch ohne Weiteres vor Ort regeln.

Ankunft Osaka mit akustischer Rückmeldung

Nach 11 Stunden Flug und etwas matschig im Kopf wollte ich mich erstmal mit ein bisschen Bargeld versorgen. Die Standard-Kreditkarten werden zwar überall akzeptiert, aber für die kleinen Einkäufe, wie Snacks und Getränke oder auch irgendein Ticket ist mir das so lieber.

Eine Karte wie z.B. meine Sparkassenkarte bzw. Maestrokarte wird zwar nicht unbedingt zum Zahlen akzeptiert, jedoch lässt sich damit ganz normal und ohne Gebühren Geld an Automaten abheben und das sieht dann so aus:

Hier kam ich zum ersten Mal in Kontakt mit der japanischen Vorliebe für akustische Rückmeldungen. Im Grunde sondert in diesem Land so ziemlich alles Geräusche ab; Geldautomaten, Zigarettenregale im Convenience Store, Rolltreppen und Aufzüge sagen einem, dass man aufpassen soll und Ampeln zwitschern wie Vögel. Sogar manche Bahnstationen haben ihre eigenen Erkennungsmelodien, die erklingen, wenn die Bahnen einfahren.

Wenn man dann nach Deutschland zurückkommt, merkt man erstmal, wie still es an einem Hauptbahnhof sein kann.

Das Begrüßungskomitee am Flughafen

ÖPNV

Und wo wir gerade beim Thema sind. Der Transport mit U- und Eisenbahnen in Japan ist so ziemlich das einfachste, was man sich vorstellen kann. Abgesehen von der für uns Deutsche ungewöhnlichen Pünktlichkeit und Reibungslosigkeit, wie der Massentransport hier funktioniert ist auch der Ticketkauf relativ einfach. Zum Kauf von Einzeltickets gibt es genügend Videos auf YouTube, die man sich im Vorfeld schon mal anschauen kann.

Je nach dem, wo man seine Zeit verbringt, macht es Sinn sich ein Dauerticket wie die Pasmo- oder Suica-Karte anzulegen, welche man sozusagen als Prepaid-Ticket verwenden kann und man nicht andauernd die kleinen Papiertickets benötigt, um in und aus den Bahnstationen herauszukommen. Weiterhin sind diese nicht nur für den ÖPNV, sondern auch für eine der unzähligen Vending Machines nutzbar, an denen man sich mit Getränken versorgen kann. Ebenso sind sie in entsprechend gekennzeichneten Geschäften als Zahlungsmittel verwendbar.

Am Flughafenbahnhof in Osaka tat sich noch eine andere Option auf und zwar die des ‚Kansai Thru Pass‘, mit dem man in der gesamten Region Kansai (also Kobe, Osaka, Kyoto, etc.) für drei Tage herumfahren kann und auch noch vergünstigten Eintritt bei touristischen Sehenswürdigkeiten bekommt.

Selbst wenn man zuerst mit den ÖPNV-Möglichkeiten etwas überfordert ist stehen überall freundliche Menschen herum, die nur darauf warten weiter zu helfen. Und so war ich dann auch bald auf dem Weg mit meinem 3-Tages-Ticket und der Bahn Richtung Namba Station.

Im zweiten Teil geht es um Sehenswertes in und um Osaka, die überraschend fortgeschrittenen Toiletten und die diversen Möglichkeiten etwas zu Essen zu finden.

 

 

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