30 Jahre Privatfernsehen in Deutschland

Wie ihr evtl. schon mitbekommen habt, feiert heute das Privatfernsehen in Deutschland, genauer RTL und Sat 1, sein dreißigjähriges Bestehen und somit auch den Beginn einer neuen Ära in der Medienlandschaft.

Einen interessanten Artikel zu den Verflechtungen der Privatsender mit der Politik, insbesondere in den Anfangsjahren, hat Wolfgang Lieb auf den Nachdenkseiten geschrieben ‚30 Jahre Kommerzfernsehen – Der Niedergang des wirkmächtigsten Mediums‚. Michael Hanfeld von der FAZ wiederum schreibt in seinem Artikel ‚Ich bin ein Sender – Holt mich hier raus!‚ über die Kraft der Innovation der damals neuen Sender, die neben dem Krawall und der Verflachung, auch frischen Konzepten und Ideen ein Forum boten.

Dass die Privatsender einen großen Einfluss – negativ wie positiv – hatten ist unbestritten; dem beugte sich mit der Zeit auch das ÖR Fernsehen. Jedoch glaube ich nicht, dass ein sechzigjähriges Bestehen gefeiert werden wird. Da halte ich es mit der visionären Aussage von Data in Star Trek, als er auf das Fernsehen angesprochen wurde:

Diese äußerst primitive Form der Unterhaltung hat das Jahr 2040 nicht überlebt, Sir.

Bis dahin gilt, was Peter Finch in der grandiosen und bitteren Mediensatire ‚Network‚ von 1976 über das Fernsehen sagt und an dieser Situationsbeschreibung wird sich bis zu seinem Untergang auch nichts ändern:

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